Kommunalpolitik wird in Ostelsheim nicht nur im Rathaus gemacht. Nächste Woche sind die Einwohner gefragt, wenn es um zukunftsfähige Ideen für die Entwicklung der Kommune geht. Foto: Thomas Fritsch

Wie soll die Gäugemeinde im Jahr 2040 aussehen? Ideen, Vorschläge und Visionen dazu wurden in der Bevölkerung gesammelt. Der offizielle Startschuss für den Beteiligungsprozess fällt kommende Woche.

Seit Ende 2023 geht es Schlag auf Schlag mit dem „Gemeindeentwicklungskonzept | Ostelsheim 2040“. Hinter einer repräsentativen Bürgerbefragung, einer flächenbezogenen und städtebaulichen Bestandsuntersuchung, einer Bevölkerungsvorausrechnung sowie einer Klausurtagung des Gemeinderats im Mai konnte bereits ein Häkchen gesetzt werden. Aktiv in das Geschehen eingreifen können die Ostelsheimer bei der Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung am kommenden Dienstag in der Turn- und Festhalle.

Demografie, Wohnen, Arbeiten, Mobilität oder Soziales – das sind unter anderem die zentralen Themen für die künftige Entwicklung des Ortes. Die Bevölkerung soll sich aktiv damit auseinandersetzen, wie sich künftig das Leben in diesen Bereichen gestaltet und welche Fragestellungen sich hieraus ergeben.

Themenstationen laden zum Mitdiskutieren ein

Mit der Erarbeitung des ganzheitlichen Konzepts für die Agenda 2040 in Ostelsheim ist das Planungsbüro Reschl Stadtentwicklung aus Stuttgart beauftragt. Mitarbeiter des Büros werden am kommenden Dienstag zunächst den gesamten Gemeindeentwicklungsprozess vorstellen. Danach werden die Ergebnisse der repräsentativen Befragung der Einwohner aus dem Frühjahr vorgestellt. Im dritten Block sind die Ostelsheimer am Zug: An Themenstationen werden Ideen und Anregungen für die künftige Gemeindeentwicklung diskutiert und festgehalten. Im Vorfeld konnten Ideen und Vorschläge auf der Projekthomepage hinterlegt werden.

2200 Fragebögen an Haushalte verschickt

Insgesamt 2200 Ostelsheimer Haushalten war ein Fragebogen für die repräsentative Bürgerbefragung zugeschickt worden. Die Beantwortung war sowohl in Papierform als auch online möglich. 560 gültige Papierfragebögen wurden gezählt, außerdem 472 digitale. Das entspricht einer Rücklaufquote von 47,6 Prozent.

Wie zufrieden sind Sie im Allgemeinen mit der Lebensqualität in Ostelsheim? Was stört Sie/gefällt Ihnen an Ostelsheim besonders? Welche Maßnahmen für eine bessere Verkehrsabwicklung sollten in der Gemeinde Ostelsheim ergriffen werden? An welchen Stellen sind verkehrsberuhigende Maßnahmen notwendig? – so lauteten unter anderem die Fragen an die Ostelsheimer.

Vier Schwerpunkte kristallisieren sich heraus

Die Erhebung hat ergeben, dass das Thema Wohnungsbau, eine altersgerechte Infrastruktur, die Gewerbeentwicklung und die Verkehrssituation – Durchgangsverkehr, Parken, ÖPNV, Rad- und Fußverbindungen/Querungen – den Umfrageteilnehmern unter den Nägeln brennen.

Bürgerbeteiligung

Die Auftaktveranstaltung
ist am Dienstag, 16. Juli, ab 18 Uhr in der Turn- und Festhalle. Der Bevölkerung werden der Prozess des Integrierten Gemeindeentwicklungskonzepts und vollständige Ergebnisse der Bürgerbefragung vorgestellt. Danach können gemeinsam an Themenstationen Ideen und Anregungen zur Zukunft Ostelsheims diskutiert werden.