Das Afrikafest auf dem Freudenstädter Marktplatz entführte die Besucher durch Essen, Getränke, Warenangebot und Musik in ferne Länder.
Bei rund 30 Grad Celsius fühlten sich die Besucher des Afrikafests selbst wie im fernen Afrika. Die verschiedenen Kulturen des Kontinents waren an 42 Ständen zu erleben. Die Beschicker hatten eine große Anzahl an Textilien und Lederwaren dabei. Schmuck in allerlei Variationen war gefragt. Handgemalte Bilder und Holzschnitte zeigten die Schönheit Afrikas. Gefragt waren große Körbe und schicke Handtaschen aus Seegras.
Für den Gaumen wurden Spezialitäten aus Gambia, Nigeria und Kamerun angeboten, darunter Reis, Fufu (Knödel) und Gerichte mit Hartweizengrieß.
Veranstalter Mafoday Cham organisierte das Afrikafest in Freudenstadt dieses Jahr zum vierten Mal. Er lebt seit 30 Jahren in Deutschland und ist im Catering-Geschäft tätig. An seine Heimat Gambia denkt er gerne zurück. Die Sehnsucht nach der Kultur und dem Rhythmus des Lebens im Heimatland sei geblieben, sagt er.
Safnama Band versprüht Lebensfreude
Bereits am Samstagnachmittag waren viele Besucher vor Ort, um neben dem Basar und dem Handwerkermarkt den musikalischen Teil zu erleben. Die Musikrichtung erinnerte am Samstag an Gambia und Tansania. Mit viel Lebensfreunde begeisterte die Safnama Band ihre Zuhörer, die es sich an schattigen Plätzchen unter Sonnenschirmen gemütlich gemacht hatten. Leo Khanyader, der für den Abend angekündigt war, erhielt laut Veranstalter kurzfristig kein Visum. Für ihn sprang Shudu Masta ein. Er erhielt viel Beifall.
Kühle brasilianische Getränke servierten Alexandre und Lana da Silva. Lana lebt seit mehr als 36 Jahren in Deutschland. Sie sei eine berühmte Samba-Tänzerin gewesen, erzählte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Lange Jahre lebte sie in Pforzheim, dort sei sie „Samba Maus“ genannt worden.
Besucher schlendern über den oberen Marktplatz
Eine besondere Atmosphäre bot das Afrikafest am Abend. Mit Leichtigkeit schlenderten viele Besucher über den oberen Marktplatz und genossen dazu einen vollkommenen Sommerabend.
Begeisterung herrschte auch am Sonntag als Kandara Diabate und die Mandeng Band aufspielten. Die Vielfalt der Kultur brachten ebenso Abeneko und Positive Minds zum Ausdruck.
Vermutlich hielt das heiße Wetter am Sonntag den einen oder anderen vom Besuch des Fests ab. Viele der Marktbeschicker sind in Italien, Spanien und Frankreich beheimatet. Von Mai bis September reisen sie laut Cham von Stadt zu Stadt und sind auf diversen Märkten unterwegs.
Förderverein Kenia informiert über Angebot
Ebenfalls war beim Afrikafest der Förderverein Kenia mit einem Stand vertreten. Hier wurde aufgezeigt, wie das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe vom Verein umgesetzt wird. Das Nothungerhilfeprogramm, die Unterstützung von Kindern und die Finanzierung von Trinkwasserbrunnen wurden vorgestellt.
Cham war mit dem Ablauf des Afrikafests weitgehend zufrieden. Er kann sich gut vorstellen, auch 2026 wieder nach Freudenstadt zu kommen.