Die AfD hat Ärger mit einer Millionenspende. Nicht zum ersten Mal gerät sie wegen ihrer Sponsoren ins Zwielicht, kommentiert StZ-Autor Armin Käfer.
Abgesehen von den unvorteilhaften TV-Auftritten ihrer Spitzenkandidatin Alice Weidel könnte der Wahlkampf für die AfD kaum besser laufen. Ihre Umfragewerte sind doppelt so hoch wie das letzte Wahlergebnis. Da kommt die Nachricht von Ermittlungen wegen einer fragwürdigen Millionenspende sehr ungelegen.
Vorweg: so lange nicht erwiesen ist, dass es sich um ein illegales Geldgeschenk handelt, sollte sich die Konkurrenz mit Schmähungen zurückhalten. Für die Partei der vorgeblichen Saubermänner ist die Angelegenheit aber heikel. In ihrem Grundsatzprogramm macht sich die AfD für „eine restriktive und Korruption vermeidende Neuordnung“ der Spendenvorschriften stark. Doch die Rechtsaußen-Partei stolpert nicht zum ersten Mal über einschlägige Paragrafen, die eben dies verhindern sollen: Korruption.
Sämtliche Großspenden, welche die AfD in diesem Wahlkampf kassiert hat, werfen zumindest Fragen auf: Fragen nach der Seriosität ihrer Geldgeber und jetzt auch nach der Rechtmäßigkeit ihrer Spendenpraxis. Für eine Partei, die den Anschein erweckt, Recht und Ordnung im Land seien nur mit ihr zu haben, steht da viel auf dem Spiel.