Unser Leser Herbert Hoffmann hat folgende Meinung zum Wahlkampfbesuch von Markus Frohnmaier (AfD).
Die auszugsweise Veröffentlichung der Redeinhalte finde ich gut und vor allem richtig. Ganz abgesehen von dem parteiinternen Sumpf, der in den letzten Tagen aufgedeckt wurde und immer noch wird, sind die getätigten und dargestellten Aussagen doch mehr als alarmierend und sollten allen Lesern die Augen öffnen: „Wir sind nicht rechts und nicht links, wir sind eine Volkspartei“ – wieso ist die AfD dann zumindest in weiten Teilen als verfassungsfeindlich eingestuft?
„Pinocchio-Kanzler“ erinnert an Formulierungen aus längst vergangenen Tagen und stellt meines Erachtens eine persönliche Verunglimpfung ersten Ranges dar. „Massenhaft mit Messermännern geflutet“ – auch das hatten wir schon einmal, allerdings mit einer anderen Zielgruppe! Familienpolitisch lassen die Aussagen „dann machen wir unsere Fachkräfte nämlich wieder selbst“ – „kein Wohnungsbau – sondern ein Migrationsproblem“ – „Frauen würden am liebsten zu Hause bleiben…“ den Schluss zu, dass auch hier der Gedanke „Frauen an den Herd“ sowie „Ehren-Medaille für Mutterschaft“ aus vergangener Zeit neu belebt wird.
Der Gipfel der Unwahrheit, um nicht zu sagen Unverschämtheit, allerdings ist die Aussage von Herrn Frohnmaier über die seiner Meinung nach nicht möglicher Kritik an Regierungspolitikern! Hier befindet er sich in guter Gesellschaft mit dem Gedankengut vergangener Tage und des ICE in den USA. Die Aussage „ Zieht die Helme auf…“ muss beinahe als Drohung aufgefasst werden, denn der nächste Schritt wäre die Bildung einer Schutztruppe nach altbekanntem, braunen Vorbild. Ich kann nur hoffen, dass – wie von ihm anders gedacht – tatsächlich ein Ruck durch das Land geht und dieses Denken eine entsprechende Abfuhr erhält.
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