Das Ergebnis der Landtagswahl 2026 im Wahlkreis Lahr (Stand 21.04 Uhr) Foto: Statistisches Landesamt BW/Grafik: Klemm

Die CDU bleibt im Wahlkreis die stärkste Kraft, die AfD liegt über dem Schnitt: Der Trend der Landtagswahl in Baden-Württemberg spiegelt sich in der Südlichen Ortenau nicht wider.

Wenn es nur um Lahr ginge, hätte Benjamin Rösch von der AfD das Direktmandat geholt. Nach Auszählung aller Wahlbezirke am späten Sonntagabend vereinigte Rösch 30,9 Prozent der Erststimmen auf sich. Bei den Zweitstimmen stand die AfD kurz nach 21 Uhr bei 29,4 Prozent. Bei den Erststimmen war Marion Gentges von der CDU auf Platz zwei (29,0), gefolgt von Sandra Boser von den Grünen (21,2). Es folgten SPD (9,1), Linke (5,3) und FDP (4,0). 2021 hatten die Grünen 30,6 Prozent geholt, die CDU 19 Prozent, die AfD 15 Prozent, die SPD 11,3 Prozent, die FDP 11,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung erhöhte sich von 50,6 leicht auf 57,4 Prozent.

 

Seelbach

74,5 Prozent der Seelbacher haben gewählt. Von ihnen machten 41,5 Prozent ihr Kreuzchen bei Marion Gentges. Auch bei den Zweitstimmen siegen die Christdemokraten – mit 34,4 Prozent. 2021 hatte die Partei noch 24,4 Prozent der Stimmen geholt. Einen deutlichen Stimmenverlust müssen die Grünen hinnehmen: 2021 hatten sie rund 38 Prozent geholt. Nun haben 24,2 Prozent ihre Erststimme an Sandra Boser gegeben, 28,5 Prozent gaben den Grünen die Zweitstimme. 19 Prozent der Erststimmen holte Benjamin Rösch (AfD).

Schuttertal

Mit großem Abstand hat Marion Gentges die Wahl gewonnen, bei der Erststimme erhielt die CDU-Politikerin 55,3 Prozent. Sandra Boser (Grüne) verbucht 16,4 Prozent, Benjamin Rösch (AfD) 15,9 Prozent der Stimmen. Bei der Zweitstimme zeigt sich ein ähnliches Bild: Die CDU legt mit 46,4 Prozent (2021: 38,1 Prozent) sogar noch zu, die Grünen büßten hingegen 11,8 Prozent der Stimmen ein und kommen auf 20 Prozent. Die AfD springt im Vergleich zu 2021 von 6,7 auf 15,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung im Schuttertal liegt bei 78,1 Prozent.

Friesenheim

In Friesenheim haben 39,1 Prozent der Wähler ihr erstes Kreuz bei der CDU gesetzt – rund 15 Prozent mehr als 2021. Verluste verzeichnen dagegen die Grünen: Während sie damals mit 33,4 Prozent Spitzenreiter waren, müssen sie sich in diesem Jahr mit 23 Prozent zufriedengeben. Über Zuwachs darf sich die AfD freuen: Ihr Ergebnis stieg von 8,7 auf 20,7 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Zweitstimmen. Stimmenkönigin ist die CDU (32,7), danach kommen die Grünen (26,1), gefolgt von der AfD (19,9). Die Beteiligung liegt bei 67,5 Prozent.

Schwanau

Bei einer Wahlbeteiligung von 68,8 Prozent (2021: 64,4 Prozent) hat die CDU in Schwanau mit 31 Prozent deutlich die Nase vorn. Die Grünen verlieren im Vergleich zur Wahl 2021 (28,9 Prozent) mit 24,6 Prozent an Wählerstimmen. Mit 23,1 Prozent hat die AfD in Schwanau hingegen deutlich an Vertrauen gewonnen, lag sie 2021 bei 11,7 Prozent. Bei der Erststimme gewann Marion Gentges von der CDU mit 36,6 Prozent. Für die AfD kam Benjamin Rösch auf 24,4 Prozent und Sandra Boser von den Grünen erhielt 22,3 Prozent.

Meißenheim

In Meißenheim machten 68,6 Prozent der Wahlbeteiligten ein Kreuz – die Zweitstimme fiel dabei am häufigsten auf die CDU: 33,1 Prozent (2021: 21,6 Prozent). Die Grünen ließen Federn: Waren es 2021 noch 31,2 Prozent, kamen sie nun auf 24,5 Prozent. Deutlich hinzugewonnen hat mit 20,4 Prozent die AfD (2021: 9,2 Prozent). Stimmenkönigin ist Marion Gentges (CDU), sie bekam im Meißenheim 37,7 Prozent. Benjamin Rösch von der AfD holte sich 20,7 Prozent der Stimmen ein, Sandra Boser (Grüne) kam auf 22,2 Prozent.

Neuried

Neuried, das zum Wahlkreis Offenburg gehört, beteiligt sich mit 68,6 Prozent. Christdemokrat Volker Schebesta hat mit 38,9 Prozent die Neurieder auf seiner Seite. 21,4 Prozent der Stimmen gehen an Maren Seifert (Grüne). Mit nur 0,4 Prozent weniger, setzte sich Taras Maygutiak (AfD) mit 21 Prozent dahinter. Mit Blick auf die Zweitstimme hat die CDU angezogen: waren es 2021 noch 26,4 Prozent, geht sie nun mit 31,8 Prozent raus. Die Grünen verschlechtern sich auf 24,1 Prozent (2021: 36,9 Prozent). Die AfD legt zu: 21,2 Prozent (2021: 8,8 Prozent).

Kippenheim

Mit 35,8 Prozent der Erststimmen holt Marion Gentges (CDU) die Mehrheit in Kippenheim und darf sich über rund 15 Prozent Zuwachs im Vergleich zu 2021 freuen. Ein knappes Rennen liefern sich Grüne und AfD: Sandra Boser (Grüne) belegt mit 23,2 Prozent den zweiten Platz, danach folgt Benjamin Rösch (AfD) mit 21,7 Prozent. 11,1 Prozent gehen an die SPD. Auch bei den Zweitstimmen setzt sich die CDU (29,5) durch. Nachfolger sind die Grünen (26,8), auf dem dritten Platz ist die AfD (20,8). Die Wahlbeteiligung in Kippenheim liegt bei 65,4 Prozent.

Mahlberg

Die AfD holte vor fünf Jahren elf Prozent, nun sind es 26,2. Damit liegt sie mit sieben Punkten hinter der CDU, die mit 33,4 Prozent die meisten Stimmen erhalten hat. Dritter sind die Grünen mit 21,8 Prozent – elf Prozent weniger als 2021. Ein Minus muss auch die SPD hinnehmen. Die Sozialdemokraten rutschen von 10,4 auf 9,2 Prozent. Deutlich knapper ist das Ergebnis der Zweitstimmen: Erster ist die CDU (27,1), dicht gefolgt von der AfD (25,8). Nur knapp dahinter liegen die Grünen (24,6). Rund 51 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab.

Ettenheim

Marion Gentges (CDU) holt bei einer Wahlbeteiligung von 71,3 Prozent die meisten Stimmen mit 38,1 Prozent und verweist Sandra Boser (Die Grüne ) mit 26,7 Prozent auf den zweiten Platz. Benjamin Rösch (AfD) folgt mit 19,2 Prozent der Stimmen. Bei der Zweitstimme verliert die CDU im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl 7,6 Prozente, gewinnt aber dennoch knapp mit 30,8 Prozent vor den Grünen (29,6 Prozent). Die AfD verbessert sich hingegen auf 18,7 Prozent und verdoppelt damit ihr Ergebnis von 2021 (9,4 Prozent).

Kappel-Grafenhausen

Mit 67,1 Prozent Wahlbeteiligung haben 2588 Bürger ihre Stimme abgegeben. 42,6 Prozent davon setzten ihr erstes Kreuz bei der CDU. Damit hat Marion Gentges mehr Stimmen als ihre Konkurrenten Sandra Boser (Grüne; 21,3) und Benjamin Rösch (AfD; 20,2) zusammen. Acht Prozent konnte sich die SPD sichern, die FDP 3,9. Ebenso deutlich fällt das Ergebnis bei den Zweitstimmen aus: Auch hier hat die CDU (33,8) die Nase vorn. Grüne (26,1) und AfD (18,9) folgen auf Platz zwei und drei. Vierter wurde die SPD (5,9).

Ringsheim

Marion Gentges (CDU) gewinnt die Wahl mit 42,2 Prozent der Erststimmen. Danach folgen Sandra Boser (Grüne) mit 22,7 Prozent, Benjamin Rösch (AfD) mit 16,2 Prozent, Kai Schröder-Klings (SPD) mit 6,9 Prozent, Jana Kühl (Die Linke) mit 6 Prozent und Udo Zahn (FDP) mit 5,8 Prozent. Die meisten Zweitstimmen vergaben die Ringsheimer ebenfalls an die CDU mit 34 Prozent. Die Grüne erhalten 28,4 Prozent, dann folgt die AfD mit 15,5 Prozent. Die SPD kommt auf 5,4 Prozent, die Linke auf 4,8 Prozent und die FDP auf 3,6 Prozent.

Rust

In Rust haben 1918 Bürger ihre Stimme abgegeben. Das macht eine Wahlbeteiligung von 68 Prozent. Insgesamt 38,5 Prozent der Stimmen gingen dabei an die CDU, die auch vor fünf Jahren Spitzenreiter war. Die AfD bekam damals rund neun Prozent, darf sich in diesem Jahr über 24,1 Prozent freuen – und überholt somit die Grünen (18,5). Gleiches Bild bei den Zweitstimmen: Hier erlangen die Christdemokraten (32,9) die Stimmhoheit, danach kommt die AfD (23,4). Auf dem dritten Platz kommen die Grünen mit 22,2 Prozent.