Der Zustand der Straße zwischen Ort, Sportplatz und Tierheim ist in Talheim seit Jahren ein Ärgernis. Eine Sanierung wäre teuer.
Es gibt anscheinenden keine Ortschaftsratssitzung mehr, in der sich niemand über den Zustand der Ortsverbindungsstraße zwischen Sportplatz und Tierheim beschwert. Und dies seit Jahren.
So kam auch bei der jüngsten Sitzung dieses Thema wieder zur Sprache. Rat Hermann Walz fragte wegen der kaputten Straße oben beim Tierheim nach. Die Ortsverbindungsstraße, die von der Hochdorfer Straße im oberen Talheim hinüber zum Sportplatz Untertalheim führt und beim Tierheim in die L 365 einmündet, ist eigentlich keine Straße mehr, sondern eine Mischung aus viel zu schmaler Fahrbahn, einer Aneinanderreihung von Schlaglöchern und geflicktem Belag sowie ausgefahrenen Randstreifen, die durch Begegnungsverkehr entstanden sind.
Sanierung verschoben?
„Diese Straße, beziehungsweise dieser Feldweg, sollte meines Wissens eigentlich bis Oktober 2025 fertig gestellt, also komplett saniert und betoniert werden, doch geschehen sei nichts“, stellte Walz fest. Er betonte, dass er die Gelegenheit nutzen wolle, „wenn der Chef schon mal da ist“ – Bürgermeister Ralph Zimmermann nahm an dieser Sitzung teil –, um sich über den Sachstand zu informieren.
Walz erinnerte daran, dass dort 2023 ein Industrie- oder Lagergebäude hingebaut wurde. „Und dabei ist die Straße durch die Baumaßnahme und die damit verbundenen, wochenlangen Erdbewegungen in Verbindung mit dem Schwerlastverkehr komplett zerstört worden“. „Man kann die Verbindungsstraße doch nicht in diesem Zustand lassen“, so seine Meinung. Walz wies in diesem Zusammenhang auch auf die unklare Haftung bei Schäden an Autos, die durch die viel zu tiefen Schlaglöcher auftreten könnten, hin.
Traktoren zu groß?
Ortsvorsteher Anton Ade hatte bereits in vorausgegangenen Sitzungen darauf hingewiesen, dass eigentlich der Ort für den Zustand seiner Feldwege selbst verantwortlich wäre, aber für eine solch aufwendige Sanierung schlicht die Mittel fehlen würden.
Was den Unternehmer samt seinem Neubau angeht, da verwies er auf die Stadtverwaltung Horb und das Landratsamt Freudenstadt, die den Bau genehmigt hätten. Auch machte er darauf aufmerksam, dass der Zustand der Straße nicht allein auf den offensichtlich zulässigen Schwerlastverkehr – es wurde für den Neubau extra eine Haltebucht für Lkws angelegt – zu schieben sei. „Unsere Feldwege sind selbst für die handelsüblichen Traktoren zu klein und zu schmal, und wenn die Landwirte mit ihren richtig großen Maschinen fahren, dann haben sie die Straße nicht unter, sondern zwischen den Rädern, da die Straßenbreite den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht“, machte er in einer früheren Sitzung deutlich.
Vage Auskunft der Stadt
„Doch daran können wir als Ortsverwaltung nichts ändern. Horb ist hier zuständig“, so seine Einschätzung. Er konnte sich den Hinweis nicht verkneifen, dass es nicht schadet, wenn man eine Sache zu Ende denkt, bevor man eine Genehmigung erteilt. „Nur zu sagen, jetzt ist’s halt so, das reicht nicht. Wir haben jetzt den Stress, weil alle durch den Ort fahren, anstatt die Abkürzung über die Ortsverbindungsstraße zu nehmen.“
Die Antwort von Ralph Zimmermann, „dem Chef“, war in dieser Angelegenheit wenig konkret. Er sprach vom Verursacherprinzip und der daraus abzuleitenden Haftung, versprach aber, sich darum zu kümmern.
Am besten bespricht er sich mit Johannes Kisner vom Fachbereich 5 (Technische Betriebe) mit dem sich Ortsvorsteher Ade am Donnerstagvormittag noch über dieses Thema unterhalten hat, wie dieser abschließend sagte.