Solche bunten Mützen hat Sabine Ludi für die Straßenpoller gestrickt. Foto: Ludi

Sabine Ludi ist traurig und wütend zugleich. Mützen, die sie für Straßenpoller in Sulz gestrickt hatte, wurden von Unbekannten kaputt gemacht und auf den Boden geworfen.

Sulz - Am 6. Juni fand deutschlandweit der Sehbehindertentag statt. Dazu hat sie verschiedene Mützen für Straßenpoller im Sulzer Stadtgebiet gestrickt – versehen mit einem Informationsblatt, auf dem auf die Belange von Blinden und Sehbehinderten hingewiesen wurde.

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Kurz darauf jedoch, so berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung, musste sie erfahren, dass irgendwer die Strickmützen von den Pollern heruntergerissen und in den Schmutz geworfen habe. "Beschämend und respektlos ist das", sagt die 54-Jährige, die von Geburt an blind ist. Wer immer das auch gemacht hat, sie wolle den Tätern anbieten, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Damit sie ihnen aufzeigen könne, was sie mit ihrer Tat angerichtet hätten.

Die diesjährige Aktion anlässlich des Sehbehindertentag sah vor, Straßenpoller bunter zu machen. Ludi hat daher acht rot-weiße Mützen gestrickt. Die Wolle war gespendet worden.

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