Dieser Briefkasten ist inzwischen von Klarsichtfolie befreit. Das Schild mit den Leerungszeiten aber ist nicht lesbar. Foto: Hahn

Sachbeschädigungen in Riedöschingen in der Nacht von Sonntag auf Montag verärgern die Einwohner.

Riedöschingen - In der Halloween-Nacht von Sonntag auf Montag ist es in Riedöschingen zu Streichen und Sachbeschädigungen gekommen, wie darüber hinaus bereits für die Kernstadt durch die Polizei gemeldet wurde.

Kleine Gruppen von Kindern und Jugendlichen zogen abends durch einige Straßen, um die Bewohner der Häuser mit dem Spruch "Süßes oder Saures" zur Gabe von Süßigkeiten aufzufordern. Auch wenn einige Einwohner diesen aus Amerika stammenden Brauch nicht gutheißen, wird er zumindest toleriert, solange niemand zu Schaden kommt. Auch manche mit Klopapier dekorierte Autos sorgten zwar für irritierte Blicke und Verwunderung, ob mit Halloween nun ähnliche Gepflogenheiten verbunden seien wie in der ersten Mainacht, wurden aber als Streich abgetan.

Offensichtlich wurde die Grenze der Streiche allerdings an mehreren Stellen deutlich überschritten, wie bei Tagesanbruch sichtbar wurde: Auf dem Vorplatz der Kirche Sankt Martin wurden Bänke und Außenlampen mit Farben beschmiert, der Busfahrplan an der Haltestelle in der Ortsmitte lässt aufgrund intensiver Schmierereien keine einzige Busverbindung mehr erkennen und auch der Briefkasten wurde in Mitleidenschaft gezogen, indem der Einwurf-Schlitz zunächst ausgiebig mit Klarsichtfolie zugewickelt und das Schild mit den Leerungszeiten bis zur vollständigen Unlesbarkeit mit Farbe beschmiert wurde. Mesmerin Agathe Wiegand ist sauer: "Ich verstehe nicht, warum manche Leute immer etwas verschandeln oder zerstören müssen. Ich hoffe, die Verursacher werden erwischt und sollten es am besten dann auch selbst wieder beseitigen." Nachbar Reinhard Metzger zeigt sich ebenfalls erbost: "Ich habe fast eine halbe Stunde gebraucht, um den Briefkasten wieder von der Folie zu befreien, um meinen Brief einwerfen zu können."

Auch der Narrenbrunnen blieb nicht verschont: Hier türmen sich auf dem sonst sprudelnden Brunnenstein Sandsäcke vom letzten Hochwasser-Einsatz. Verdächtige Beobachtungen sowie Hinweise auf den oder die Täter erbitten entweder Ortsvorsteher Robert Schey, Telefon 07702/47 70 64, und der Polizeiposten Blumberg.