Es sind vor allem die Steine des Mittelstreifens, der vom Rathaus bis vor den Kreisverkehr an der Dauchinger Straße führt, die vermehrt Schäden aufweisen. Foto: Pohl

Das Ärgernis rings um den neugestalteten Schwenninger Marktplatz wird immer deutlicher: Steine ragen aus dem Boden, sind gebrochen oder gar nicht mehr vorhanden. Bereits im Herbst ließ die Stadt die Schäden untersuchen.

VS-Schwenningen - So hatten sich das weder die Planer, noch die Stadt und erst recht nicht die Bürger vorgestellt. Kaum ist die Marktplatz-Neugestaltung samt Sanierung der Fahrbahnen ringsum abgeschlossen, treten die ersten Schäden auf. Mittlerweile liegt ein Gutachten vor.

In der Vergangenheit hieß es aus der Stadtverwaltung immer wieder, die Schäden träten auf, weil "der Hauptverkehr durch Falschparker und Lieferverkehr ständig gezwungen ist, über den Mittelstreifen zu fahren". Vor allem der Schwerlastverkehr und die Busse würden dadurch die bereits vorgeschädigte Stellen verschlechtern.

Untersuchungen umfangreicher als angenommen

Doch die Ursache dafür, dass die Schäden überhaupt auftreten, muss eine andere sein. Um das zu erforschen, beauftragte die Stadtverwaltung die Firma Schellenberger aus Rottweil. Diese untersuchte die kaputten Stellen bereits Mitte September 2020. Auf Nachfrage unserer Zeitung Ende Oktober hieß es: Die Untersuchungen seien umfangreicher als angenommen, weshalb noch kein Ergebnis vorliege.

Das ist mittlerweile anders, wie Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen, auf unsere Anfrage mitteilt. "Mittlerweile liegt das beauftragte Gutachten vor und wird intern ausgewertet. Im Laufe der nächsten Wochen werden gemeinsam mit dem Planer Möglichkeiten zur Beseitigung der Mängel erarbeitet."

Was genau nun die Ursache ist – falsches Material, fehlerhafter Einbau oder ein anderer Grund – bleibt vorerst unbeantwortet. "Mehr kann man zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der laufenden Auswertung noch nicht sagen", erklärt Brunner. Lediglich das Ziel der anstehenden Gespräche nennt die Pressesprecherin: "Primär soll hier eine Lösung erreicht werden, bei der die Schäden zukünftig vermieden werden."

Steine am Wendekreis untauglich

Neben dem Mittelstreifen der Fahrbahn entlang des Marktplatzes gibt es noch eine weitere Baustelle: den Kreisverkehr an der Dauchinger Straße. Auch hier hält die Kreisverkehrumrandung offensichtlich der Belastung durch die Fahrzeuge nicht stand. Von Beginn an war der Kreisverkehr so konzipiert, dass Lastwagen und große Fahrzeuge, die einen entsprechenden Wendekreis haben, über die eingebettete Fläche fahren können. Doch augenscheinlich erweisen sich die eingebauten Steine nicht als tauglich. Ähnlich wie auf Höhe des Rathauses kippen diese ab oder brechen aus.

Es ist davon auszugehen, dass die Auswertung des erstellten Gutachten nicht nur Aufschluss über die Ursache der Schäden und über eine geeignetere Alternative bringen wird, sondern sicherlich auch die Schuldfrage klären kann. Schließlich muss auch geklärt werden, wer für die zusätzlichen Reparaturkosten aufkommen muss.

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