Die Hinterlassenschaften von Hunden sorgen immer wieder für Ärger. Zumindest dann, wenn sie vom Halter nicht entsorgt werden. Unmut gibt es auch in Steinen.
Wer einmal aus Versehen in einen Hundehaufen getreten ist, weiß, wie unappetitlich das ist. Von der ekligen Säuberung der Schuhe mal ganz abgesehen.
Die Hinterlassenschaften von Vierbeinern sorgen immer wieder für Ärger – im ganzen Land. Natürlich gebe es auch in Steinen „schwarze Schafe“, wie Renatus Wehrer vom Ordnungsamt auf Nachfrage erklärt. Gerade in den vergangenen Wochen kam es zu mehreren Beschwerden wegen Hundekots, der auf öffentlichen Verkehrsflächen, insbesondere Gehwegen, aufgefunden wurde. Und so wurde auch jetzt wieder ein Appell an alle Hundebesitzer im Steinener Amtsblatt abgedruckt, doch bitte die Hinterlassenschaften zu entsorgen – es ist nicht der erste.
Beliebte Gassi-Strecke
„Eine beliebte Gassi-Strecke in Steinen führt beispielsweise entlang des Steinenbachs“, sagt Wehrer, Fachbereich Zentrale Dienste / Sachgebietsleitung Ordnung & Soziales. Besonders ärgerlich sei es indes auch für Landwirte, wenn diese beim Mähen der Wiese mit Hundekot konfrontiert würden.
Immer wieder Beschwerden
„Beschwerden über Hundehalter landen immer wieder bei uns“, sagt Wehrer. „Viele fordern intensivere Kontrollen.“ Es sei aber keineswegs leicht, einen Hundehalter „in flagranti“ zu erwischen. „Theoretisch können wir uns natürlich auf die Lauer legen, wenn es eine verdächtige Stelle gibt. Meist ist es eher Zufall, dass wir jemanden direkt beobachten können.“ Dann aber ist eine Buße von 50 Euro fällig, im Wiederholungsfall könne sich das auf 75 oder 100 Euro steigern. Denn nach § 11 Abs. 4 der Polizeilichen Umweltschutz-Verordnung der Gemeinde Steinen hat der Halter oder Führer eines Hundes dafür zu sorgen, dass dieser seine Notdurft nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen, in Grün- und Erholungsanlagen oder fremden Vorgärten verrichtet. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist unverzüglich zu beseitigen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.
Genügend Robidogs
Warum einige wenige Hundehalter sich dennoch nicht an diese Regeln halten, ist für den Mann vom Ordnungsamt unverständlich. Schließlich stünden kostenlos zahlreiche Robidogs zur Verfügung, aus denen Tüten zur Entsorgung von Hundekot gezogen werden können. Er betont aber auch, dass sich die meisten Hundebesitzer regelkonform verhalten würden. „Einige wenige sorgen für viel Unmut.“
Was empfiehlt er den Steinenern, falls sie einen Hund sein Geschäft machen sehen und dieses nicht entsorgt wird? „Eine freundliche Ansprache und aufklären“, empfiehlt Renatus Wehrer. Das würden im übrigen auch viele Hundehalter tun, wenn sie auf ein „schwarzes Schaf“ treffen. Schließlich würde deren guter Ruf durch das Verhalten einiger weniger leiden.
Sogar beleidigend
Leider reagierten einige unbelehrbare Hundebesitzer unwirsch bis beleidigend, wenn man sie auf die Hinterlassenschaften ihres Haustiers hinweist. „Wenn man den Hundehalter kennt, kann man eine Anzeige machen.“ Filmen oder fotografieren dürfe man den Besitzer indes nicht.
Dass die regelmäßigen Appelle im Amtsblatt oder auf der Gemeinde-Homepage viel nutzen, hält Wehrer für fraglich.
Vielleicht besinnt sich ein Hundehalter am ehesten, wenn er selbst mal aus Versehen in einen Haufen tritt.