Auch Panthers-Spieler Jonas Niedermanner (am Ball) übte nach dem Spiel in Paderborn viel Selbstkritik. Foto: Michael Kienzler

Die wiha Panthers Schwenningen haben in der vergangenen Woche in der ProA ihr Ziel mit zwei Siegen aus drei Spielen zwar erfüllt, doch Coach Alen Velcic ärgerte die 74:81-Niederlage in Paderborn am Samstag dennoch sehr.

Die Panthers agierten in erster Halbzeit gegen Paderborn zu unkonzentriert. 

Vorgaben nicht umgesetzt

Velcic und sein Co-Trainer Aleksandar Nadjfeji hatten ihr Team taktisch wieder akribisch auf die Paderborner einstellt. »Es war von vorneherein klar, dass wir ihre guten Distanzwürfe effektiv verteidigen müssen, weil ansonsten Paderborn schnell Rhythmus findet«, warnten die Panthers-Coaches noch. Doch vieles von dem, was geplant war, setzten die Schwenninger Spieler in der ersten Halbzeit nicht um.

Die Baskets kamen allein im ersten Viertel zu fünf Dreiern, die Abläufe in der gewöhnlich stabilen Schwenninger Defense stimmten im ersten Durchgang nicht. Die Quittung für die Raubkatzen: Mit einem 31:44-Rückstand ging es in die Pause. Zudem war die Foulbelastung bei den Neckarstädtern zu diesem Zeitpunkt bereits relativ hoch. Alen Velcic sprach später in seiner Analyse davon, »dass wir einfach zu unkonzentriert und fahrlässig in den ersten 20 Minuten in der Defense agiert haben«. Panthers-Forward Jonas Niedermanner ärgerte sich im Nachhinein wie sein Coach: »Ich dachte, dass wir das Thema mit den Leistungsschwankungen schon etwas hinter uns haben. Aber offensichtlich stecken wir immer noch in dem Prozess, noch mehr Konstanz an den Tag zu legen. Paderborn hat mit seinem guten Offensespiel in der ersten Halbzeit viel Selbstvertrauen getankt. So etwas darf uns einfach nicht mehr passieren.«

Play-offs greifbar nahe

Alen Velcic sah dann eine gute zweite Halbzeit seines Teams, »aber wir haben in der Schlussphase unsere freien Würfe nicht dazu genutzt, um zumindest die Verlängerung noch zu erreichen. Ich bin mir aber sicher, läuft das Spiel ein paar Minuten länger, dann gewinnen wir noch«. Ein Aspekt, der die Panthers in dieser Saison auch auszeichnet, dass sie trotz mancher schwächerer Phasen immer noch Siegchancen am Ende besitzen.

Trotz der Niederlage zieht Alen Velcic eine positive Wochen-Bilanz. »Wir wollten zumindest zwei Siege aus den drei Spielen gegen Kirchheim, Nürnberg und Paderborn – dies ist uns gelungen.« Auch Jonas Niedermanner ist überzeugt davon, »dass es für uns in den restlichen vier Hauptrundenspielen nicht mehr weit ist, um uns für die Play-offs zu qualifizieren. Aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten und souveräner spielen. Wir wollen ja auch in den Play-offs einiges erreichen«. Die Panthers stehen aktuell mit 13 Saisonsiegen auf dem sechsten Tabellenplatz. Das Klassement ist den Spieleanzahlen nach noch nicht begradigt, aber es zeichnet sich ein Trend ab, dass aus der hinteren Tabellenhälfte vielleicht nur noch Trier eine Chance besitzt, unter die ersten Acht zu kommen. Beim Tabellenzehnten aus Paderborn sind die Playoffs wohl kein Thema mehr.

Tübinger reisen viel

Das Schwenninger Team reist am Samstag nach einer normalen Trainingswoche ausgeruht zu den Tübingen Tigers. Der Ex-Bundesligist hingegen wird zuvor ein stressiges Programm in dieser Woche absolvieren. Am Montagabend gastierten die Tübinger in Bremerhaven, am Mittwoch spielen sie in Nürnberg.

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