Zwischen Radweg und Zufahrt Netto ist ein kleiner Erdwall aufgeschüttet, der von Lieferanten-Lkw jedoch beim Rangieren teilweise schwer beschädigt wurde. Die Gemeinde Tuningen stellt in diesem Bereich nun Betonpoller auf. Foto: Erich Bieberstein

Eine Verkehrsschau des Landratsamtes ergibt für Tuningen zahlreiche Änderungen.

Zusammen mit Mitarbeitern des Landratsamtes wurden etliche Brennpunkte in Tuningen besichtigt und man wird nun Seitens der Gemeinde umgehend reagieren, war im Gemeinderat zu hören.

 

Erst vor wenigen Wochen wurde der neue Fuß- und Radweg zwischen der Talheimerstraße und dem künftigen Ressourcezentrums Haldenwald fertiggestellt. Entlang des Zentrallagers Netto wurde zum Schutz des Weges ein kleinerer Erdwall aufgeschüttet doch parkende und rangierende Lkw haben diesen Wall an vielen Stellen bereits eingedrückt und auch der Radweg weist bereits erste Schäden auf.

Auch die Zufahrt zum Recyclingzentrum ist insbesondere an den Morgen nach den Wochenenden zugeparkt und ein Durchkommen ist oftmals kaum möglich. Die Verwaltung des Nettozentrallagers wurde auf die Missstände angesprochen, allerdings lehnen diese jegliche Kostenübernahmen ab. Jetzt wird man seitens der Gemeinde reagieren, entlang des Weges werden kurzfristig große Betonpoller aufgestellt und entlang der Straße erfolgt ein Parkverbot. Die Einhaltung werde man auch konsequent verfolgen und Verstöße entsprechend ahnden.

Halteverbot nicht genehmigt

„Es ist zwar nicht schön aber es hilft und wir werden in unserem eigenen Interesse handeln“ so Bürgermeister Ralf Pahlow. Anwohner in der Kantstraße und Hochfirststraße forderten zusätzliche Halteverbote, welche jedoch vom Landratsamt nicht genehmigt wurden.

Anwohner im Neubaugebiet Eckritt fordern ebenfalls weitere Einschnitte, aber hier werden aktuell keine weiteren verkehrsberuhigende Maßnahmen durchgeführt. Allerdings werde man nun regelmäßig Verkehrsmessgeräte aufstellen.

Ein Ärgernis seit Langem sind parkende Fahrzeuge am Ortsende Richtung Sunthausen. Dies führt regelmäßig zu einer massiven Gefährdung des Straßenverkehrs. Abhilfe schafft man nun durch ein eingeschränktes Halteverbot ab der Sunthauserstraße, Haus Nummer 40.

Ein unverändertes Ärgernis sind die Elterntaxis im Bereich der Grundschule und des Familienzentrums. Vorschläge wie eine Sackgassenlösung oder Einbahnstraße wurden zwar diskutiert, aber man will hier aktuell noch nichts entscheiden. Da es sich hier auch um Zufahrten zu den Anwohnern handelt und regelmäßig Veranstaltungen in der Festhalle stattfinden, muss man sämtliche Möglichkeiten ausloten. Man habe mehrfach Gespräche mit Eltern geführt, diese zeigen sich jedoch oftmals unbeeindruckt und die Diskussionen werden dann auch mehrfach unsachlich, so Gemeinderätin Sarah Schnekenburger.

Ein absoluter Schutz für die Schulkinder gibt es nicht, man könne nur regelmäßig an die Vernunft der Eltern appellieren. Vorerst bleibt mal alles so, wie es ist, derzeit hat man noch keine Maßnahmen angeordnet.

Im Rahmen der Bürgerfragerunde regte ein Teilnehmer an, die Anwohner im Winkel aufzufordern, die Bäume, welche entlang der Straße stehen, zurückzuschneiden. Diese ragen teils weit in die Straße und sorgen für Behinderungen und auch für Kratzer am Fahrzeug. Die Gemeinde wird das Gespräch mit den betroffenen Grundstückseigentümern suchen.