Hundekot sorgt in Schiltach für Ärger. (Symbolfoto) Foto: © Markus Braun/stock.adobe.com

Schiltacher Bürger haben jüngst immer wieder unschöne Entdeckungen an der Friedrich-Grohe-Halle gemacht: Ein Hundehalter hinterlässt dort quasi demonstrativ regelmäßig den Kot seines Tieres. Der Ärger ist groß – auch beim Bürgermeister.

Immer wieder entdecken Bürger die Hinterlassenschaften: „Heute Abend (...) an der Grohehalle wieder frische Hundehaufen auf den beiden Parkplätzen entdeckt! Mittlerweile finden wir es nicht mehr lustig“, heißt es in einem Beitrag aus der vergangenen Woche in einer lokalen Facebook-Gruppe. Auch in den Wochen zuvor waren immer wieder Haufen gefunden worden.

 

Die Aufregung ist groß: „Solche Menschen sind schuld, dass wir Hundehalter alle im schlechten Licht da stehen“, schreibt eine Frau. In einem weiteren Kommentar heißt es: „Das Problem ist am anderen Ende der Leine. Hier gibt es genug Kacktütchen ... leider auch genug Deppen, die sich zu fein sind, die Häufchen weg zu machen.“

Auch Bürgermeister Thomas Haas ärgert sich über das Verhalten des Hundebesitzers, der noch nicht ausfindig gemacht worden sei. „Es sieht nach Vorsatz aus“, sagt Haas im Gespräch mit unserer Redaktion in Hinblick darauf, dass die Haufen „demonstrativ“ immer wieder am selben Ort hinterlassen werden. Was die Person damit bezwecken wolle, darüber könne er nur rätseln. Klar sei: Mit einem solchen Verhalten schade man nicht der Stadt, sondern vor allem den Bürgern. „Ich würde mir mehr Rücksichtnahme wünschen“, betont der Bürgermeister.

Im Bereich der Friedrich-Grohe-Halle wurde zuletzt immer wieder Hundekot hinterlassen. Foto: Niklas Ortmann

Die Stadt hat daher kürzlich auch in ihrem Nachrichtenblatt auf die Verunreinigungen hingewiesen – und an den Hundehalter appelliert: „Wir weisen daher wieder einmal auf die örtliche Polizeiverordnung hin, wonach im öffentlichen Bereich abgelegter Hundekot unverzüglich zu beseitigen ist (kostenlose Hundekotbeutel sind im Rathaus oder an den im Gemeindegebiet aufgestellten Stationen erhältlich).“ Verstöße würden mit empfindlichen Geldbußen geahndet.

„Wir schauen, was wir tun können“

Doch dass der Verursacher damit wohl nicht erreicht wird, ahnt Haas bereits. Über mögliche Maßnahmen werde daher nachgedacht – welche genau, da will sich der Bürgermeister noch nicht festlegen: „Wir schauen, was wir tun können.“ Eine Überwachung sei schwierig, da es sich um einen öffentliche Platz handle.

Neben den rechtlichen Hürden wäre das womöglich auch eine eher unpopuläre Maßnahme – ein Kommentator auf Facebook fragt sich jedenfalls, wieso man Kameras aufstellen solle, „nur weil irgendein einfach strukturierter Bürger keine Ahnung hat, was sich gehört!“

Haas ist sich sicher, dass der Hundehalter aufhört, sobald er für sein Verhalten belangt wird. Hinweise nimmt die Stadtverwaltung entgegen.