Auf dem neuen ENRW Gelände – hier ein Bild kurz nach der Inbetriebnahme – ist es nachts ziemlich hell, finden Anwohner. Foto: Privat

Die imposante Beleuchtung des Neubaus der ENRW wirft Fragen auf. Anwohner fühlen sich gestört – und eigentlich dürfen Gebäude seit April doch gar nicht mehr angestrahlt werden?

In einem Schreiben an unsere Redaktion macht ein Bürger seinem Ärger Luft: Die ENRW strahle ihren Neubau nachts über die Maßen an – so würden Fledermäuse und Insekten vertrieben. Außerdem, so wird erinnert, gelte von April bis September rund um die Uhr ein Beleuchtungsverbot.

 

Auch im Ortschaftsrat Neufra berichteten mehrere Bürger jetzt von der nächtlichen Beleuchtung auf dem ENRW-Gelände. Die Festbeleuchtung, die mehrmals, auch am Wochenende, bis zu den angrenzenden Wohnhäusern reichte, wurde als „sehr störend“ empfunden. Die Vermutung, Einbrecher könnten die ENRW motiviert haben, das Gelände nachts zu beleuchten, wurde vom Energieversorger nicht bestätigt.

ENRW entschuldigt sich

Pressesprecherin Katharina Beck berichtete, dass die von den Anwohnern gemeldete Beleuchtung auf neu installierte Strahler am Solarfaltdach zurückgegangen sei. Sie wurden im Zuge von Montagearbeiten befestigt, jedoch zunächst nicht korrekt ausgerichtet, so Beck. Zudem sei die automatische Steuerung über Bewegungsmelder noch nicht aktiv gewesen. In der Folge sei es zu einer unerwünschten Ausleuchtung angrenzender Gebäude gekommen, bat Beck die Anwohner um Entschuldigung.

Strahler neu justiert

Da die Inbetriebnahme der Scheinwerfer vor dem Wochenende erfolgte, hätte die Korrektur erst am nächsten Werktag vorgenommen werden können. Die Strahler seien mittlerweile neu justiert worden.

Auf unsere Nachfrage erklärt die Sprecherin außerdem, dass sich die Leuchten an der ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Lagerhalle automatisch um 20 Uhr abschalten. Sie würden anschließend nur noch durch Bewegungsmelder aktiviert. Während der Inbetriebnahme sei allerdings eine längere Beleuchtungsdauer durchaus möglich gewesen.

Sie sagt: „Eine dauerhafte Ausleuchtung ist weder vorgesehen noch wäre sie mit unseren internen Vorgaben im Energie- und Umweltmanagement vereinbar.“