Keine Spur mehr vom Chaos der vergangenen Wochen. Der städtische Betriebshof hat – hier die Altkleidercontainer am Hegneberg – aufgeräumt. Foto: Otto

Die chaotischen Zustände rund um die Altkleidercontainer in Rottweil sind beseitigt. Der Bauhof hat aufgeräumt. Die Frage ist: Wer zahlt jetzt die Zeche? Und wie geht es weiter?

Da konnte man gar nicht mehr hin sehen. Die Berge an alten Klamotten, Müll und Unrat, die sich da in den letzten Wochen an und um die Altkleidercontainer gesammelt hatten, waren eine echte Zumutung.

 

Die Stadt hatte deshalb angekündigt selbst tätig werden zu wollen, wenn die Zustände weiter so blieben. Wer nun an einem der mittlerweile berüchtigten Altkleider-Hotspots vorbeikommt, dem fällt sofort ins Auge: Da hat jemand aufgeräumt.

Der Jemand war der städtische Bauhof. Anerkennende Worte waren der Stadtverwaltung am Mittwochabend im Umwelt-, Bau- und Verkehrsausschuss deshalb auch sicher.

Hermann Breucha (FWV) war voll des Lobes und freute sich, dass „die Sauerei um die Container“ beseitigt ist. Doch damit sei es nicht getan. Er frage sich, wie es weitergeht. Womöglich müssten die Container gesammelt an einen umzäunten Standort. Und: Wer bezahlt denn das Ganze jetzt?

Starker Einsatz

„Ich glaube nicht, dass wir da Geld sehen“, meinte Oberbürgermeister Christian Ruf. Er sei der „sensationellen Einsatztruppe“ des Betriebshofs dankbar, die das Chaos nun fürs Erste beseitigt haben. Das Problem sei, dass das Interesse an Gebrauchttextilien stark nachgelassen habe. Die Märkte für gebrauchte Textilien sind zusammengebrochen, das System rentiert sich für die Betreiber nicht mehr.

Herauszufinden, welcher Container nun welcher Organisation gehöre, sei nicht leicht. Mit dem DRK, dem einige Container gehören, habe man da kein Problem, mit anderen allerdings schon. Und wieder andere stellten die Container einfach so auf, ohne Genehmigung.

„Es gibt eine Mehrzahl an Playern, die einzubeziehen sind“, so Ruf. Der Fahrplan sei indes klar: Kontaktieren, Frist setzten – und wenn alles nichts hilft, kommen die Container weg.

Zigarettenautomat abgebaut

So verfährt die Stadt mittlerweile auch bei den Zigarettenautomaten, die ohne Befugnis auf städtischen Grundstücken montiert wurden. Einen solchen in der Öschlestraße in der Altstadt habe man kürzlich „entnommen“.