Groß ist der Ärger in der Gemeinde Nusplingen nach wie vor über die ständig ausfallende Internet-Verbindung.
Bereits in der November-Sitzung hatte Diplomingenieur Matthias Schlagenhauf das Gremium ausführlich über das Thema kommunale Wärmeplanung informiert.
Wie Bürgermeister Jörg Alisch nochmals klarstellte, werden die Gesamtkosten deutlich unter den Mitteln liegen, die das Land der Gemeinde zur Erfüllung dieser Pflichtaufgabe zur Verfügung stellt.
Diese so genannte Konnexitätszahlung des Landes liegt bei voraussichtlich rund 48 000 Euro. Die Kosten zur Erstellung der Planung liegen laut Energieagentur bei etwa 37 000 Euro.
Sollte bei der Planung erkennbar sein, dass bestimmte Module für die Gemeinde Nusplingen nicht in Frage kommen, könne hier rechtzeitig abgekürzt werden, was dann natürlich auch eine Reduzierung der Planungskosten bedeuten würde. „Wir wollen hier allerdings etwas Ordentliches vorlegen und nichts für die Tonne produzieren“, stellte Bürgermeister Alisch klar.
Sanierung des Vereinsheims des TSV und des TC Nusplingen
Die Förderung der heimischen Vereine stellt für den Gemeinderat Nusplingen eine wichtige Aufgabe dar. Deshalb hat sich das Gremium auch dafür ausgesprochen, den Förderanträgen des TSV Nusplingen sowie des TC Nusplingen zuzustimmen. Vorausgegangen war allerdings eine engagierte Diskussion. Klaus Schlude, Vorsitzender des TSV, war in der Sitzung anwesend und stand den Räten Rede und Antwort. Kritisiert wurde vom Gremium, dass der Tennisclub keinen Vertreter in die Sitzung geschickt hatte. „Es geht immerhin um viel Geld, da hätte man das schon erwarten können“, schimpfte Gemeinderat Andreas Kleiner. „Wir sind jedoch dankbar dafür, dass sich die Nusplinger Vereine zukunftsfähig aufstellen wollen“, fasste es Bürgermeister Jörg Alisch zusammen. In den Vereinen finde das gesellschaftliche Leben des Ortes statt und dies sei zweifellos wichtig für die Gemeinde.
Der TSV Nusplingen möchte in die Sanierung und Modernisierung des Vereinsheim investieren. Die Gesamtmaßnahme soll in mehrere Bauabschnitte und auf mehrere Jahre aufgeteilt werden. Gerechnet wird derzeit mit Kosten in Höhe von mindestens 146 000 Euro. Das Gremium votierte einstimmig dafür, die Gesamtmaßnahme mit zehn Prozent, maximal mit 10 000 Euro jährlich zu bezuschussen. Der TC Nusplingen plant, im kommenden Jahr die Terrasse zu sanieren und neu zu gestalten. Außerdem soll die Außenfassade des Vereinsheims erneuert werden. Darüber hinaus ist die Anschaffung eines Court-Buggys vorgesehen und ein viertes Spielfeld geplant. Auch für den Kauf des Spielfelds bat der Verein um Förderung durch die Gemeinde. Im Rahmen der Förderrichtlinien der Gemeinde werden Investitionskosten in der Regel mit zehn Prozent bezuschusst, erklärte Bürgermeister Alisch. Im Fall des TC Nusplingen wären dies laut Antrag etwa 6800 Euro. Auch diesem Antrag stimmte das Gremium zu.
Einstimmig lehnten die Gemeinderäte jedoch ab, die im Vereinsbesitz des TC Nusplingen befindlichen Grundstücke durch die Gemeinde für 25 000 Euro abzukaufen.
Gebühren bleiben beim bisherigen Satz
Kämmerer Thomas Kech informierte das Gremium über die Kalkulation der Wasser- und Abwassergebühren sowie über Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer. Kech hatte die Kosten überprüft. Beides Mal war er zum Ergebnis gekommen, die Sätze auch im kommenden Jahr bei den bisherigen Werten zu belassen. „Es wäre ein Leichtes, im Windschatten anderer Gemeinden zu fahren und die Steuersätze zu erhöhen“, erklärte Bürgermeister Jörg Alisch. Die Gemeinde wolle jedoch im kommenden Jahr zunächst darauf verzichten: „Solange wir es ohne Erhöhung hinbekommen, wollen wir es so belassen.“
Klar war dem Gremium allerdings, dass vor allem die Gewerbesteuer im kommenden Jahr erhöht werden müsse. „Da müssen wir unbedingt dran gehen – die Zeiten werden einfach nicht besser“, so Gemeinderat Philipp Storz.
Ärger über ausfallende Internet-Verbindung
Groß ist der Ärger in der Gemeinde nach wie vor über die ständig ausfallende Internet-Verbindung. Unzählige Male habe die Gemeinde bereits mit dem Unternehmen Vodafone Kontakt aufgenommen und die vorherrschenden Probleme geschildert. Allerdings gebe es weder einen konkreten Ansprechpartner, noch eine zufriedenstellende Lösung. Gemeinderat Andreas Kleiner wetterte: „Man erreicht da wirklich niemanden in einem so riesigen Konzern, keiner steht zur Verfügung. Das ist wirklich schon eine Unverschämtheit.“
Die vergangenen Tage seien laut Bürgermeister Jörg Alisch Techniker im Ort unterwegs gewesen, die von Vodafone beauftrag wurden. Diese hätten auf Nachfrage bestätigt, dass es wohl an der Überlastung des Netzes liege. Von Vodafone direkt gebe es jedoch keinerlei Stellungnahme. Der Unmut in der Gemeinde sei inzwischen groß. Philipp Storz bestätigte, dass die örtlichen Betriebe bei Ausfall des Netzes komplett stillstehen: „Da geht dann in den Büros gar nichts mehr“
Angeblich werde auch in den kommenden Tagen weiter durch beauftragte Firmen nach der Ursache gesucht – gegraben werden soll unter anderem in der Adlergasse. „Wir sind jetzt einfach mal vorsichtig optimistisch“, beschwichtigte Bürgermeister Alisch.
Umkleidekabinen in der Nusplinger Turnhalle
Die Umkleidekabinen in der Nusplinger Turnhalle bergen eine Gefahr: Wie Gemeinderat Andreas Kleiner ausführte, sei der Boden derart rutschig, dass große Gefahr von Stürzen besteht.
Teilweise sind die Kabinen bereits seit einigen Jahre mit Matten ausgelegt, um Stürzen und Verletzungen vorzubeugen. Dennoch gibt es Zwischenräume, die rutschig sind. Inzwischen seien die Matten in die Jahre gekommen und müssten dringend ausgetauscht werden, so Kleiner.
Eine weitere Möglichkeit wäre, eine Beschichtung auf den Boden aufzubringen, um die Rutschfähigkeit zu reduzieren. Allerdings wäre die Reinigung des Bodens dann stark erschwert oder sogar unmöglich. Nach kurzer Diskussion einigte sich der Gemeinderat darauf, die Matten auszutauschen und den Boden der Kabinen komplett damit auszulegen. Die Kosten wurden laut Angebot auf rund 5700 Euro beziffert.