Arash Yahyaijan ist Sportvorsitzender des FC Villingen. (Archivfoto) Foto: Marc Eich

Offene Briefe, Gegendarstellungen, weiter viele unbeantwortete Fragen: Der Umgang mit der kommenden Runde sorgt bei den Vereinen der Regionalliga Südwest und der Oberliga Baden-Württemberg für sehr viel Unruhe.

Wie viele Absteiger gibt es aus der vierthöchsten Klasse Deutschlands? Darf Oberliga-Tabellenführer Freiberg in die Regionalliga hoch, obwohl aufgrund der Pandemie nur 13 Spiele absolviert wurden? Findet sogar eine Aufstiegsrelegation mit dem Oberliga-Zweiten – den Stuttgarter Kickers – statt?

Arash Yahyaijan, der Sportvorsitzende des FC Villingen, weiß, dass es die Funktionäre "in diesen besonderen Zeiten" nicht einfach haben. Dennoch hofft der Nullachter, dass am Freitagabend auf der Beiratssitzung des für die Oberliga zuständigen Württembergischen Fußballverbandes (WFV) zumindest beschlossen wird, dass die Runde 2020/21 endgültig abgebrochen wird.

Bis zu einer Entscheidung wird es aber wohl noch etwas dauern. "Auch aufgrund von Abhängigkeiten mit übergeordneten Spielklassen und Entscheidungen, die dort noch ausstehen", verweist Arne Bauer vom WFV-Kommunikationsteam eben auf die offenen Fragen.

Aufgeblähte Oberliga

Für Arash Yahyaijan ist es vor allem wichtig, dass die schon in der Runde 2020/21 mit 21 Teams aufgeblähte Oberliga nicht noch größere Konturen annimmt. "Wir sind ja keine Profis", rechnet der Villinger vor, dass derzeit bei sechs geplanten Regionalliga-Absteigern drei – Hoffenheim II, Walldorf und Großaspach – den Weg in die baden-württembergische Oberliga antreten müssten. "Falls es aus unserer Klasse keinen Regionalliga-Aufsteiger geben würde, würde unsere Oberliga dann aus 24 Teams bestehen. Das wäre viel zu viel", sieht Yahyaijan schon die derzeitige Konstellation als kaum machbar an.

Deshalb wünscht sich der Nullachter, dass höchstens drei Teams aus der Regionalliga Südwest den Gang in die Oberligen antreten müssen. "Ich würde es zudem gut finden, wenn Spitzenreiter Freiberg aufsteigen darf und die Stuttgarter Kickers in die Relegation kommen."

Klar, dass der Sportvorsitzende aber nicht nur die Liga im Blick hat. "Ich gehe weiter davon aus, dass der SBFV-Pokal-Wettbewerb noch beendet werden kann", hofft Arash Yahyaijan, dass die Voraussetzungen dafür im Juni gegeben sind. Die Nullachter stehen bereits im Viertelfinale, erwarten in diesem den 1. FC Rielasingen-Arlen. "Wir wollen den Cup wieder nach Villingen holen", weiß der Sportvorsitzende auch um die wirtschaftliche Bedeutung eines Pokal-Sieges, der die DFB-Pokal-Teilnahme bedeuten würde.

Weiter offen ist übrigens, ob Andrea Hoxha auch in der neuen Runde das Villinger Gehäuse hütet.

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