Der neue Kanal zwischen Tennenbronn und Schramberg wird gebaut, das Regenüberlaufbecken Bühlhof umgebaut. Foto: Wegner

Nach jahrelanger Planung starten die Arbeiten für den neuen Kanal von Tennenbronn nach Schramberg. Bauaufträge für Kanal und Regenüberlaufbecken wurden vergeben.

Im Jahr 2022 hat der Gemeinderat beschlossen, die Kläranlage Tennenbronn stillzulegen und das Abwasser stattdessen über einen neuen Kanal durch das Bernecktal in die Schramberger Kläranlage zur Aufbereitung zu leiten.

 

Nun, so schreibt Tiefbauleiter Konrad Ginter in einer Beschlussvorlage für den Gemeinderat, komme es in die ersten Umsetzungen. So stehen zwei wichtige Vergaben an, denen zugestimmt werden soll: der Neubau des circa sechs Kilometer langen Kanals und der Umbau des Regenüberlaufbeckens (RÜB) Bühlhof sowie der Zulaufstrecke zur Kläranlage.

Für beide Maßnahmen liegen seit Oktober Förderbescheide vor. Der Neubau des Kanals soll an die Firma J. Friedrich Storz aus Donaueschingen gehen, die in der europaweiten Ausschreibung das günstigste Angebot abgegeben hat.

Dies beläuft sich auf rund 3,156 Millionen Euro. Zum Beschluss für den Rat stehen 2,9 Millionen Euro Kosten für den Eigenbetrieb Abwasser, rund 250 000 Euro trägt die Stadtwerke GmbH & Co. KG.

Keine Hoffnung auf eine Realisierung

Von den Gesamtkosten des Kanals, etwa 4,7 Millionen Euro, würden 1,3 Millionen Euro gefördert. Die Stadt müsse rund 2,85 Millionen Euro tragen, der Anteil der Stadt St. Georgen liege bei etwa 500 000 Euro.

Die Tiefbau-Arbeiten bezüglich Regenüberlaufbecken und Zulaufstrecke sollen an die Firma Bonath aus Oberwolfach mit einem Angebot von circa 391 000 Euro und die Maschinentechnik an die Firma Stetter aus Nagold mit einem Angebot von etwa 96 000 Euro gehen. Hier sind rund 335 000 Euro der Maßnahme förderfähig, 113 600 Euro Förderungen wurden bewilligt.

Die Kosten werden auf die Kommunen Schramberg, Hardt, Lauterbach und St. Georgen aufgeteilt. Nach wie vor, erläutert Ginter in der Vorlage, besteht der Wunsch eines straßenbegleitenden Radweges zwischen Schramberg und Tennenbronn als verbindendes Element und weiterer Schritt hin zur Verkehrswende. Leider habe die Straßenbauverwaltung trotz erneuter Rückfragen keine Hoffnung auf eine Realisierung gemacht.

Stadt hat noch keine Zusage erhalten

Auch zur Sanierung der Fahrbahn habe die Stadt aufgrund der aktuellen finanziellen Ausstattung des Straßenbauamtes noch keine Zusage erhalten.