Die Firma Weka in Altbulach will seine Produktion um zwei weitere Hallen erweitern. Foto: Fritsch

Die geplante Erweiterung der Elektro-Werkzeug-Firma "Weka" im Neubulacher Ortsteil Altbulach schreitet weiter voran. Jetzt beschloss der Gemeinderat, den gültigen Bebauungsplan zu ändern.

Neubulach - Der Neubulacher Gemeinderat behandelte kürzlich den Bebauungsplan für die Altbulacher Firma Weka. Denn der Elektro-Werkzeuge-Hersteller möchte seine Produktionshalle um zwei Anbauten erweitern.

Doch das Problem dabei ist, dass das eigentlich geltende Baufenster überschritten wird, weshalb der Bebauungsplan geändert werden muss. Nadine Lindenschmitt vom zuständigen Planungsbüro erklärte dem digital anwesenden Gemeinderat dann auch die Details der Planung. Der Plan datiert noch aus dem Jahr 2004 und vor allem im Süden überschreitet das Bauvorhaben das Baufenster "stark", meint Lindenschmitt.

Nahe Bewohner werden geschützt

Doch man schütze die nahen Bewohner vor ausuferndem Lärm, inden man zwei Gebiete deklariert – einmal weist man einen Teil als Gewerbegebiet, den anderen als eingeschränktes Gewerbegebiet aus. "Die Nachbarschaft darf nicht gestört werden", betonte Lindenschmitt und ergänzte, dass es auch schon ein Schallgutachten gebe. Konkret dürfen im direkt angrenzenden Gebiet höchstens 55 Dezibel tags und 40 Dezibel nachts vernommen werden.

"Die dürfen da auch nicht lauter werden", betonte Lindenschmitt, dass die Emmissionsgrenzwerte streng eingehalten werden müssen. Der Gemeinderat beschloss schlussendlich die Änderung des Bebauungsplans bei einer Enthaltung.

Stadtrat regt sich mächtig auf

Ein Kuriosum gab es noch vor der Beratung des Tagesordnungspunktes: Stadtrat Andreas Volz wurde von der Beratung ausgeschlossen, da er als Anrainer zum umrissenen Gebiet behandelt wurde. Er grenze doch gar nicht direkt an, klagte der ausgeschlossene Stadtrat. "Das ist Absicht", polterte Volz, der eine Verschwörung gegen ihn zu wittern schien. Doch alles sei rechtens, meinte Bürgermeisterin Petra Schupp und verwies auf das Landratsamt als Aufsichtsbehörde. Das wolle er aber schriftlich, forderte Volz. Schlussendlich änderte der Groll von Volz aber nichts mehr am Abstimmungsergebnis, das wie erwähnt recht eindeutig ausfiel.

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