Im Treffpunkt Stadtmühle: Rosemarie Kallenbach (ehrenamtliche Mitarbeiterin) und Edwin Fischer (Leiter der Stadtmühle) tüten die Wegweiser „Älter werden in Lahr“ ein, damit diese an die entsprechenden Stellen verteilt werden. Foto: Baublies

Edwin Fischer von der Stadtmühle berichtete im Seniorenbeirat vom Wegweiser „Älter werden in Lahr“. Zudem ging’sum einen neuen Parcours für alle Generationen im Seepark.

Heinz Kuhn vom Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung stellte die Idee eines generationsübergreifenden Parcours im Seepark auf der Sitzung des Seniorenbeirates vor. Den Einfall eines „niederschwelligen Miteinanders“ im größten der Lahrer Parks im Westen haben beide Gremien nach Besuchen in Haslach und in Ohlsbach entworfen, wo es ähnliche Angebote bereits gibt.

 

Der Parcours solle der Begegnung, Entspannung und Geselligkeit dienen. Angesprochen werden sollen Senioren oder Menschen mit einer Behinderung sowie deren soziales Umfeld. Auch Familien, deren Kinder die Gutenberg-, die Brüder-Grimm-, oder die Georg-Wimmer-Schule besuchen, seien einbezogen. Der Parcours solle die passenden Sportgeräte bekommen, einen Parkplatz in der Nähe haben und an den ÖPNV angebunden sein. Schattenplätze, ein Trinkbrunnen und behindertengerechte Toiletten gehören laut Schilderungen ebenfalls dazu. Gastronomie oder ein Kiosk in der Nähe seien wünschenswert.

Schöneboom spricht von sinnvollem Projekt

Kuhn stellte zwei mögliche Plätze für den Parcours vor. Zum einen sei die Wiese auf der linken Seite nach der Unterführung Richtung Haus am See geeignet – oder eine andere Wiese neben der Ortenaubrücke. Nach finanzieller Unterstützung könne man bei der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau, der Bürgerstiftung der Volksbank, den Krankenkassen, der Aktion Mensch oder der Bürgerstiftung anfragen. Nach Meinung beider Beiräte ist der Parcours „sinnvoll und notwendig“.

Bürgermeister Guido Schöneboom nahm die Anregung an und versprach, die Vorschläge innerhalb seines Dezernats und der Bauverwaltung weiterzugeben. Er lobte die „gute Aufbereitung eines sinnvollen Projektes“ mit dem Hinweis: „Geben Sie uns etwas Zeit.“

Edwin Fischer vom Treffpunkt Stadtmühle stellte derweil den neuen Seniorenwegweiser „Älter werden in Lahr“ vor. Für die Redaktion verantwortlich sind Ulrike Ertl, Hanne Kaiser-Munz (Sprecherinnen des Beirates), Andreas May (Stadtverwaltung) und Fischer. Die grafische Gestaltung und die Anzeigen sind Sache des Verlages.

Fischer bezeichnete die großformatige Broschüre als eine „notwendige Orientierung“ auch „für Menschen, die relativ neu in Lahr sind“ und für alle, die genauer wissen wollen, wie viel in der Stadt gerade für Senioren geboten wird. Der Wegweiser hat eine Auflage von 3000 Exemplaren.

Repaircafé wird als Erfolg bezeichnet

Die kostenlose Broschüre liegt aus im Bürgerbüro, in den Ortsverwaltungen, im Amt für Soziales, Bildung und Sport, im Mehrgenerationenhaus an den beiden Standorten Bürgerzentrum Treffpunkt Stadtmühle und Begegnungshaus am Urteilsplatz sowie in vielen Arztpraxen. Online ist der Wegweiser auf www.total-lokal.de verfügbar.

Das Repaircafé im Treffpunkt Stadtmühle ist ein Erfolg. Hanne Kaiser-Munz stellte einige Zahlen für 2025 vor. An den insgesamt acht Samstagen wurden 252 Besucher gezählt. Die Helfer haben im Zeitraum 146 Erfolge verzeichnet, so viele Geräte von Besuchern wurden repariert. In 92 Fällen war allerdings keine Reparatur möglich. Fünf Anfragen wurden vertagt, Hilfe war also nur zu dem Zeitpunkt nicht möglich.

Auf der Sitzung stellte Fischer einen Plan der Innenstadt vor, der zeigt, wo zwischen Rathausplatz und Urteilsplatz, Schillerstraße und Alleestraße Stellplätze für Fahrräder mit fest im Boden verankerten Bügeln vorhanden sind. Ein ähnlicher Plan befindet sich in Arbeit, er soll zeigen, wo es Sitzmöglichkeiten in der gesamten Fußgängerzone gibt.

Schöneboom ergänzte, dass die Stadt im neuen Jahr „unmissverständliche Schilder“ in der Marktstraße und den Seitenstraßen aufstellen wird, die darauf verweisen, dass die Benutzung von E-Scootern in der Fußgängerzone verboten ist. Zudem würde der Kommunale Ordnungsdienst künftig vermehrt auf Einhaltung der Regeln achten, auch der Streetworker soll eingebunden werden.

Termine in der Stadtmühle

Einen weihnachtlichen Nachmittag gibt’s am kommenden Dienstag, 16. Dezember, im Treffpunkt Stadtmühle. Wie in den Jahren zuvor können Menschen den Heiligabend am 24. Dezember – nach vorheriger Anmeldung – in der Stadtmühle gemeinsam mit anderen verbringen. Das nächste Frühstück der Vielfalt ist für den 31. Januar in der Stadtmühle geplant. Die Auftaktveranstaltung im Herbst bezeichnete Edwin Fischer als Erfolg.