Der Kinderchor der Katholischen Kirchengemeinde Friesenheim sang auf dem Weihnachtsmarkt in Oberschopfheim Adventslieder und begeisterte damit die Besucher. Foto: Bohnert-Seidel

Viel geboten war auf den Weihnachtsmärkten in Oberschopfheim und Heiligenzell. Das regnerische Wetter schreckte die Besucher nicht ab.

Zum 25. Mal haben die Oberschopfheimer Geschäftsleute zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Für den Vorsitzenden Michael Holzenthaler und sein Team ist die Ausrichtung des Marktes, bei all dem Trubel vor Weihnachten eine Herzensangelegenheit. Beim Aufbau der Hütten werden die Geschäftleute von der Narrenzunft Stänglihocker unterstützt.

 

Der Oberschopfheimer Weihnachtsmarkt ließ die Bevölkerung wieder zuhauf zusammenkommen. 20 Standbetreiber sorgten für eine gemütliche Atmosphäre auf dem Rathausplatz. Musikalisch eröffnete der Kinderchor der Katholischen Kirchengemeinde Friesenheim unter der Leitung von Ruth Schneeberger und Ulrike Merz. Auch der Musikverein Oberschopfheim war zu hören. Aber auch der Fanfarenzug der Narrenzunft Oberschopfheim ließ es sich nicht nehmen mit ihrem musikalischen Leiter Bruno Roth ein paar Weisen zu schmettern.

Gern nutzten am Sonntag die Gäste das Angebot im Narrenkeller und labten sich an Sauerbraten und Nudeln. Zum Dessert holten sie sich Kuchen beim TV Oberschopfheim. Um das Aufbessern der Kasse, aber auch um die Präsenz und Unterstützung des Weihnachtsmarktes ging es Frank Baitinger mit seinem Team vom SV Oberschopfheim. Die Stadionwurst gab es so traditionell auch auf dem Markt.

Von Anfang an zählt auch der Elternbeirat des St. Franziskuskindergartens zum Standbetreiber. In der Wichtelstube des Kindergartens wurde gebastelt und gebacken. Kindergartenleiterin Kerstin Schaub schwärmte von der Hingabe der Väter zum Basteln.Die Einnahmen aus dem Verkauf von Bastelarbeiten und Gebäck auf dem Weihnachtsmarkt seien unverzichtbar für die Einrichtung. „Der Weihnachtsmarkt ist unsere Haupteinnahmequelle, um besondere Wünsche für die Einrichtung zu erfüllen“, so Schaub. Umso dankbarer sei sie für die Unterstützung aus der Bevölkerung, die schließlich auch mit Herzenslust Linzertorte und all die anderen Leckereien und Dekoartikel kauften.

Neue Örtlichkeit wird gut angenommen

Auch in Heiligenzell konnten die Menschen Geselligkeit genießen. Zum vierten Mal haben die Heiligenzeller Vereine zusammengestanden und für die Bevölkerung einen Adventsmarkt ausgerichtet. Nur in diesem war alles etwas anders als in den Jahren zuvor: Eigentlich hatten sich die Vereine mit ihrem Adventsmarkt im Klosterhof gut eingerichtet. Aufgrund der fortschreitenden Bauarbeiten am Klostergebäude, verbunden mit Gerüsten, wurde der Markt kurzerhand in den Schlösslehof verlegt. Nicht weniger idyllisch ist bekanntlich dieses Ambiente.

Im Heiligenzeller Schlösslehof war zum Weihnachtsmarkt reges Treiben. Foto: Bohnert-Seidel

Dort, wo in diesem Jahr auch die Haus- und Gartenfreunde ihr Kürbisfest gefeiert haben, tauchten die Besucher nun in ein Flair mit Lichterketten, Weihnachtsbäumen und bestrahltem Schlössle ein. Das kam an und ließ die Gäste trotz immerwährender Regenschauer auf dem Platz und unter dem geschützten Zeltdach verweilen. Sieben Verkaufsstände und sechs Stände für Speisen und Getränke standen bereit. Dankbar sind die Vereine für die kompromisslose Unterstützung von Roland Herzog, der mit seinem Team die für Vereine geschaffenen Marktstände aus Holz aufgestellt hatte. „Es ist ein Versuchsballon, den wir am Schlössle mit unserem Weihnachtsmarkt gestartet haben“, sagte Ortsvorsteher Gerold Kadenbach gegenüber der LZ. Dankbar ist er für die Dekoration, die in den Händen von Ortsteilmitarbeiter Berthold Reichenbach gelegen hat.

Kunsthandwerk fand seine Käufer, ebenso wie „Gudruns Quittengelee“. Selbst der Kindergarten St. Katharina war mit einem Stand vertreten. Zur Eröffnung des Marktes kam nahezu die gesamte Grundschule von Heiligenzell und sang unter der Leitung von Beate Hoppe Adventslieder. Kirchenchorleiter Georg Eichner hat mit seinem Chor besinnliche Lieder angestimmt und wurde ab 18 Uhr vom Musikverein Heiligenzell mit Dirigent Ulf Schuster abgelöst.

Alle Einnahmen aus Essen und Trinken kommen den Heiligenzeller Vereinen zu gleichen Teilen zur Verfügung.

Erster Markt

Die Oberschopfheimer Geschäftsleute haben 1998 den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz erstmals ausgerichtet. Jährlich wird von Seiten der Geschäftsleute in die vorhandenen Holzlauben investiert und die Narrenzunft unterstützt bei der Aufstellung und beim Abräumen. Seit drei Jahren erhalten die Oberschopfheimer Geschäftsleute auch Unterstützung von Seiten der Gemeinde in Höhe von 1000 Euro.