„Oh Tannenbaum“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Feliz Navidad“: Diese und weitere Weihnachtslieder klangen am Sonntagabend durch das Grüttparkstadion.
Am späten Nachmittag füllten die Menschen die Stadiontribüne, Pastoralreferentin Anja Dörner und ein paar Helfer verteilten Liedblätter und Kerzen, die man an einer Flamme des Friedenslichtes aus Bethlehem entzünden konnte. Gegen 17 Uhr begann das Bläserensemble, das der Trompeter Daniel Gramespacher zusammengestellt hatte, zu spielen.
Menschen aller Generationen waren gekommen, Senioren und junge Leute, Eltern mit ihren Kindern.
Festliche Stimmung
Schon bald lag eine festliche und fröhliche Stimmung in der Luft, in der sich offensichtlich alle wohlfühlten. Trotz Kälte stimmten die Menschen immer wieder in die geblasenen Lieder ein. Auch der lustige Song von „Rudolph the red nosed Reindeer“ durfte nicht fehlen.
Anja Dörner und Pfarrer Joachim Giesler erinnerten aber auch an den Ursprung des Weihnachtsfestes: die Geburt Christi im Stall von Bethlehem. Anja Dörner las die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vor.
Pfarrer Giesler erinnerte daran, dass die Liebe und die Nähe Gottes, die die Menschen an Weihnachten erführen, auch eine Aufforderung zur Solidarität und zur Nächstenliebe sei. Sie komme gerne hierher, um Weihnachtslieder zu singen, erzählte eine Frau. Das sei einfach etwas anderes, als ständig durch Kaufhäuser zu laufen.
Gemeinsam statt allein
Viele Menschen würden zwar zu Hause nicht mehr singen, kämen aber gerne ins Stadion zum gemeinsamen Singen, beschrieb Anja Dörner ihre Erfahrungen.
Nachdem das letzte Lied, der Klassiker „Oh du fröhliche“ verklungen war, tranken einige Besucher am Stand der Pfadfinder von Sankt Fridolin, Stetten, einen Glühwein oder Punsch und blieben noch auf einen Schwatz. Die Pfadfinder von Sankt Fridolin hatten auch das Friedenslicht in Freiburg abgeholt, an der letzten Station des Lichts auf seinem langen Weg von Jesu Geburtsstadt Bethlehem nach Lörrach.