Torsten Schiebenes aus Bernbach bietet auf dem Adventsmarkt Honigprodukte an. Foto: Sabine Zoller

Der neue Standort rund ums Kurhaus bewährt sich: Auch am zweiten Marktwochenende zieht der Bad Herrenalber Adventsmarkt viele Besucher an.

Auch am dritten Adventswochenende zeigt sich: Die Gäste sind vom Adventsmarkt in Bad Herrenalb noch lange nicht müde. Rund um das Kurhaus herrscht stimmungsvolles Treiben, zahlreiche Besucher nutzen erneut die besondere Atmosphäre, um zu bummeln, zu genießen und sich auf Weihnachten einzustimmen.

 

Bilanz „Die Resonanz war sehr gut, ich habe eigentlich nur Positives gehört“, zieht Denise Wossmann, verantwortliche Organisatorin des Adventsmarktes bei der Stadt Bad Herrenalb, ein durchweg zufriedenes Fazit. Zwar hätten rund zehn Prozent der Besucher angemerkt, dass ihnen der Markt früher im Klosterbereich besser gefallen habe, „aber die Mehrheit überwiegt definitiv“, betont Wossmann.

Besonders positiv werde der neue, zentrale Standort rund um das Kurhaus wahrgenommen. „Gerade der gastronomische Bereich ist super angekommen“, erklärt die Organisatorin. Das zeige sich vor allem in den Abendstunden, wenn sich die Sitzmöglichkeiten unter Schirmen füllen, Feuerstellen für wohlige Wärme sorgen und der Duft von Glühwein und Speisen in der Luft liegt. Auch für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen bringe der neue Aufbau Vorteile: „Viele sagen, es ist zentraler und übersichtlicher. Man kann hier im Kreis laufen und das Ganze einfach genießen.“

Der heiße Trachtler wird mit Sahne serviert. Foto: Sabine Zoller

Ein weiterer Pluspunkt sei die Kombination mit dem „Albleuchten“, das dem Markt vor allem in den Abendstunden eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. „Abends ist deutlich mehr los, gerade zur Abendessenszeit“, so Wossmann.

Neben dem kulinarischen Angebot profitieren auch die Kunsthandwerker und Aussteller im Foyer des Kurhauses vom neuen Konzept. „In den vergangenen Jahren war es immer schwierig, die Besucher vom Foyer hinüber zum Markt im Kloster zu ziehen. Jetzt bildet alles ein Zentrum, das kommt richtig gut an.“

Kunsthandwerker wechseln teilweise

Vielfalt Für zusätzliche Abwechslung sorgt der Wechsel bei den Kunsthandwerkern zwischen den beiden Adventswochenenden. Etwa die Hälfte der Aussteller ist an beiden Wochenenden vertreten, andere wechseln, was die Vielfalt erhöht. „Ich hatte sogar noch viele weitere Anfragen für dieses Wochenende, musste aber absagen, es ist aktuell kein Platz mehr“, berichtet Wossmann. Ein deutliches Zeichen dafür, wie gut der Markt angenommen wird. Mit knapp 60 Ständen bewegt sich der Adventsmarkt auf dem Niveau des Vorjahres. „Es wirkt nur nach mehr, weil alles zentraler rund um das Kurhaus angeordnet ist“, erklärt die Organisatorin.

Bei den Pfadfindern weihnachtet es: Johanna Pfrommer (links) und Florentine Weegels aus Bad Herrenalb. Foto: Sabine Zoller

Besucher Auch das Wetter spielte mit: Während in Karlsruhe dichter Nebel herrschte, zeigte sich Bad Herrenalb teilweise von seiner sonnigen Seite. „Kalt und trocken, ein perfektes Glühweinwetter“, sagt Wossmann. Besonders erfreulich sei der große Zuspruch am Konzertwochenende von „Klassik im Kloster“ gewesen.

Trotz regnerischer Phasen habe der Adventsmarkt am zweiten Adventswochenende besonders viele Besucher angezogen. Eine Kombination aus hochkarätigem Konzertangebot und stimmungsvoller Markt-Atmosphäre, die sich als echter Publikumsmagnet erwiesen habe.

Am Ende zählt für die Organisatorin vor allem eines: „Ich bin immer glücklich, wenn nichts passiert und alle Besucher gesund und zufrieden wieder nach Hause gehen.“ Und genau danach sieht es auch am dritten Adventswochenende in Bad Herrenalb aus.

Auch bei Ausstellern und Vereinen fällt das Fazit positiv aus

Aussteller Auch bei den Ausstellern und Bad Herrenalber Vereinen fällt das Fazit durchweg positiv aus. Besonders gut angenommen wurde die Feuerzangenbowle, wie Stefan Keller aus dem Gaistal berichtet. Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem herzhafte Spezialitäten wie Bratwurst sowie Knödelvariationen mit Parmesan, brauner Butter und hausgemachter Waldpilzsoße.

Sehr gefragt waren zudem winterliche Getränke wie Punsch aus Kirschsaft, Tee und Honig, bestätigt Torsten Schiebenes aus Bernbach. Der Musikverein, der sich mit Kartoffelsuppe in badischer und schwäbischer Art am neuen Standort präsentierte, habe sich dort „sehr gut etabliert“ und von der zentralen Lage profitiert, so Vorstand Matthias König. Als besonders gelungen werde das gebündelte gastronomische Angebot auf der Nordterrasse des Kurhauses wahrgenommen. Die Sitzmöglichkeiten finden großen Zuspruch und laden zum Verweilen ein, ein Aspekt, den auch die Kaffeemanufaktur hervorhebt, die unter anderem Kaffeeglühwein anbietet.

Begehrt ist zudem der heiße Trachtler-Schnaps mit Sahne bei der Trachtengruppe Bad Herrenalb, wie Rosaline Wetzel betont. Auch bei den Kunsthandwerkern zeigt sich die Zufriedenheit deutlich: Honorine Olmert aus Dobel, die mit ihrer Seifenmanufaktur vertreten ist, freute sich über zahlreiche Stammgäste und intensive Gespräche.

Erstmals konnten sich zudem die Pfadfinder vom Stamm der Cherusker angenehm im Warmen im Foyer des Kurhauses präsentieren. Mit selbst gebastelten Holzwaren und Spielsachen trugen sie zur weihnachtlichen Vielfalt bei. „Die Leute werden hier und jetzt auf Weihnachten eingestimmt“, betont Gruppenleiterin Johanna Pfrommer.