Die Harmonikafreunde Schutterklänge begeisterten bei ihrem Adventskonzert. Foto: Bohnert-Seidel

Das Adventskonzert des Schutterklänge-Orchesters füllte sich die Kirche des Ortsteils nicht nur mit Besuchern, sondern auch mit eindrucksvollen Klängen. Begleitet wurden die Akkordeonspieler von Klavier, Gesang und einer schottischen Sackpfeife.

Mit ihrem Adventskonzert am zweiten Adventssonntag trafen die Harmonikafreunde Schutterklänge den Nerv der zahlreichen Besucher. Berührend und zugleich dynamisch spielte das Orchester unter der bewährten Leitung von Dirigent Peter Kounis auf. Dass sich die Harmonikafreunde zum Konzert auch Solisten mit Eva Nehlert (Klavier), Berndette Leberl (Gesang) und Günter Bläsi (Dudelsack) an die Seite holten, machte die besondere Qualität dieses Konzertabends aus.

 

Die Akkordeonklänge wirkten, als säße ein riesiges Orchester vorne um den Altar. Für epochale Klangvielfalt sorgte schon der Kirchenraum, der nur minimal beleuchtet wurde. Die beiden Kerzen brannten am Adventskranz, ansonsten blieb dem Kirchenraum lediglich ein blaues illuminierendes Licht sowie wenige Lampen, die die Notenblätter der Musiker ausleuchteten. Die Besucher sollten sich den Klängen und dem eindrucksvollen Gesang von Solistin Bernadette Leberl hingeben. Unter sanfter Begleitung des Orchesters gingen beispielsweise Interpretationen von Leonard Cohens Klassiker „Halleluja“ oder „Gabrielas Song“ buchstäblich unter die Haut.

Günter Bläsi rührte die Besucher zu Tränen

Aber auch das Orchester selbst verfügt über Talente wie Eva Nehlert, die mit dem Klavierstück „Nocturne f-molle Op. 55 Nr. 1“ von Frederic Chopin allen Besuchern fast schon eine persönliche Freude bereitete. Zu Tränen gerührt wurden die Besucher bei dem Überraschungsgast Günter Bläsi. Ihn kündigte das Programm als Solist an, der sich jedoch als Dudelsackspieler entpuppte. In der Kirche entfaltete sich ein Klangvolumen, das jeden Konzertsaal gesprengt hätte. Gedanken, ganz gleich welcher Art, verflüchtigten sich. Auf Ansagen wurde bewusst verzichtet. Die Musik übernahm Zeit und Raum. Schließlich lagen Programme aus, die jedoch meist ungeöffnet blieben. Die Besucher ließen sich stattdessen einfach von der abwechslungsreichen Programmfolge überraschen und mitreißen.

Mit seinem leidenschaftlichen Spiel auf dem Dudelsack und dem Eröffnungsstück „Highland Cathedral“, begleitet vom ersten Orchester, setzte Bläsi dem gesamten Adventskonzert eine fulminante Krone auf. Das Adventskonzert hatte vielleicht nicht den Anspruch, die Welt zu heilen, wie es im Lied „Heal the World“ von Michael Jackson heißt, aber direkt in Schuttern haben die Menschen schon begriffen, dass die Kernbotschaft aller Mitwirkenden in einem Miteinander und Füreinander zu erkennen ist. Ganz in diesem Sinne hatte Laura Kälble zuvor die Geschichte vom kleinen Wichtel vorgetragen. Auch dafür hat das Adventskonzert in der ehemaligen Klosterkirche in Schuttern Pate gestanden. Etwas rockiger, aber nicht weniger passend, spielte das Orchester ganz schön dynamisch das Lied „Feliz Navidad“ von Jose Feliciano.

Zuhörer durften am Ende noch mitsingen

Ganz selbstverständlich war dem Publikum der reichliche Applaus nach jedem gespielten Werk. Für die jährlichen Adventskonzerte im Wechsel mit dem Musikverein Schuttern sind die Konzertgäste einfach nur dankbar. Am Ende waren alle Besucher noch zum Mitsingen eingeladen. Gern stimmten sie Advents- und Weihnachtslieder an. Zuvor hatte jedoch noch einmal Günter Bläsi zum Dudelsack gegriffen und das Stück „Land of Hope and Glory“ mit Unterstützung des ersten Orchesters eindrucksvoll interpretiert.

Info – Erstes Konzert in 2025

Das neue Jahr beginnt für die Harmonikafreunde Schutterklänge am Samstag, 4. Januar, 19.30 Uhr, wieder mit einem großen Konzert- und Theaterabend zu dem heute schon eingeladen wird. Der Eintritt ist frei.