In Schopfheims Kirche St. Bernhard gab es vergangenen Sonntag ein gut besuchtes Adventskonzert mit Chorgesang und Orgelmusik in passenden Klängen zur Weihnachtszeit.
Die Stimmung war gut und fröhlich in Erwartung auf das Fest mit dem Jesuskind. Die etwa 250 Plätze der Kirche waren fast alle besetzt. Und man sah auch Kinder in den vorderen Reihen.
Es gab viel Applaus und kräftiges Mitsingen im Publikum beim Lied Tochter Zion
Andreas Mölder, Kantor der katholischen Kirche im ganzen Wiesental, spielte, sang und dirigierte Orgel, Keyboard und seine Chöre von Schopfheim mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen: Kirchen-, Kinder- und Jugendchor von St. Bernhard.
Dazu gesellte sich noch Chorgruppe unter Leitung von Elmar Wozilka: „In Takt“ gemischt mit Frauen und Männern, die sich monatlich einmal zur Probe treffen, um „besondere Anlässe mit neuen geistlichen Liedern zu gestalten“ (Programm). Begleitet wurden sie von Michael Zeller (Gitarre und Cajón) und Michael Donkel (Keyboard). Die Chöre standen vorne im Chorraum der Kirche beim Altar. Sie treten einzeln, paarweise oder auch alle zusammen als ein großer Chor gemeinsam auf. Mölder spricht in seiner Begrüßung vom Sonntag Gaudete (lateinisch: Freut euch!), der am dritten Advent ist, da hier die Vorfreude auf Weihnachten wächst.
Am Anfang sangen alle, auch die ganze Hörerschaft: „Tochter Zion freue Dich!“ - Die Orgel begleitete so, dass man den vierstimmigen Satz dieses Liedes von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) je nach eigener Stimmlage unterschiedlich mitsingen konnte.
Mölder spielte eine Orgeltoccata mit vollem Klang in großer Lautstärke von Willem van Twillert. Dies erzeugte einen Kontrast zum folgenden und still intonierten Adventslied des Kinderchors (9 Personen): „Maria durch ein Dornwald ging“ – effektvoll geleitet und am Keyboard begleitet von Mölder, der zur Unterstützung den Text selbst still artikuliert
Nach dieser klanglichen Stille in zarten Tönen erlebte man dann richtig aufrüttelnd den Weckruf eines Orgelstücks von Johann Sebastian Bach (1685 -1750): „Wachet auf ruft uns die Stimme“ – Es war die passende Einleitungsmusik zum aufgeweckt vorgetragenen und afrikanisch swingenden Lied: „Sanna Sannanina“ aus der Tonwerkstatt von Clemens Bittlinger. Dies brachte das Publikum in fröhlich rhythmisierte Stimmung.
Den musikalischen Höhepunkt des Konzertes setzte der Kirchenchor mit einem wieder durch Orgel vorbereiteten Chorstück (Motette) von Zoltán Kodály (1882 – 1967): „Veni Emmanuel“ – deutsch: „komm, komm, Emmanuel (Gott), errette das gefangene Israel (Juden und Christen)“ mit dem dreimal zum Sonntag der Freude passenden und helltönenden Refrain: „Freue dich, freue dich!“
Der Jugendchor der Kirche brillierte mit dem bekannten „Christmas Lullaby“ vom englischen Komponisten John Rutter. Nach viel Applaus beendete Mölder das Konzert mit einem Segenslied von Rutter gemeinsam gesungen durch alle seine Chöre.