Freuten sich über das gelungene Adventskonzert (von links): Hermann, Britta und Hannes Bareiss, Tamara Kaltenbach, Eva Maria Schwab, Hermann Huber und Bürgermeister Michael Ruf Foto: Waltraud Günther

Das große Adventskonzert des Hotels Bareiss ist in Mitteltal Tradition. Bereits zum 25. Mal hatte Patron Hermann Bareiss zu einem besinnlichen Adventskonzert in die Christuskirche eingeladen – und sorgte damit wieder für ein voll besetztes Gotteshaus.

Die musikalischen Vorbereitungen für das Adventskonzert in der Christuskirche hatte in bewährter Weise Mark Mast übernommen. Ihm war es gelungen, drei Künstler nach Mitteltal zu holen, die die erwartungsfrohen Konzertbesucher mit ihrer alpenländischen Stubenmusik vom ersten Takt an in ihren Bann zogen.

 

Tamara Kaltenbach verzauberte das Publikum mit wunderbaren Zithertönen und glockenreinem Mezzosopran. Mit zarter, sanfter Stimme bereicherte Eva Maria Schwab mit ihrem Gesang und tiefgründigen Zwischentexten den Abend. Hermann Huber, zweifacher Weltmeister an der „Ziach“, verzauberte die Herzen der Besucher mit seiner steirischen Harmonika und der Gitarre.

Mit ihren zarten, sensiblen Klängen und manchmal fast wehmütigen Weisen entführten die Musiker in weihnachtliche Klangwunderwelten.

Mitteltaler als Ehrengäste

Zuvor aber gelang es Hermann Bareiss mit seiner Eröffnungsansprache, die Herzen des einheimischen Publikums höher schlagen zu lassen. Begrüßte doch der Patron die Mitteltaler Bevölkerung als „Ehrengäste aller Ehrengäste“. „Seinen Mitteltälern“ seien von Beginn an die Adventskonzerte gewidmet gewesen, in deren Mitte fühle sich die Familie Bareiss seit Jahrzehnten wohl und geborgen. Seine Bitte, gemeinsam um Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu ringen, unterstrich Bareiss mit eindrücklichen Beispielen. „Sie sind nicht wegen einer Adventsrede gekommen, sondern um sich musikalisch auf diese besondere Zeit einzustimmen. Dabei will ich nicht stören“, beendete Bareiss seine Rede.

Wie die anschließende geradezu meditative Stille bewies, ließen sich die Zuhörer auf diese adventliche Einstimmung ein. Andächtig lauschten sie den bayerischen Volksweisen wie „s’ Bacherl“, „Jodler Bernegger“, „Orgelboarischer“, „Maria ging übers Gebirge“, „Weihnachtsboarischer“, einem Zither-Solo, dem „Cäcilienmarsch“, „Bauernmenuett“, dem „Hiaz is da rauhe Winter do“ und den vorgetragenen Zwischentexten. Diese regten mal zum Nachdenken und mal zum Schmunzeln an.

Harmonisches Miteinander

Die musikalischen Darbietungen bestachen durch die Harmonie, die zwischen den drei Akteuren zu spüren war. Mal übernahm Huber mit seiner „Ziach“ oder mit der Gitarre, dann wieder Kaltenbacher mit ihrer Konzertzither die Melodieführung. Abwechselnd oder im Duett trugen die beiden Sängerinnen weihnachtliche Weisen vor. Dabei wechselten und ergänzten sich Klangfarben, Tempi, Rhythmen und Modulation.

Entgegen den üblichen Erwartungen an Harmonikaklänge, entlockte Huber seinem eigens für ihn angefertigten Instrument geradezu zärtliche Töne und verzauberte die Zuhörer mit dem typischen diatonischen Klang, dezent klingenden Helikonbässen, Gleichton und perfekter Schwebung.

Kaltenbacher verwöhnte mit leisem und trotzdem im gesamten Kirchenschiff gut hörbarem sensiblem und zugleich temperamentvollem Zitherspiel auf ihren Saiten. Da galt es nur: Augen schließen, den Atem anhalten und die zarten und berührenden Töne zu genießen.

Genießen auch in der Pause

Genießen war aber auch in der Pause angesagt. Denn verwöhnt wurden die Gäste nicht nur mit Tönen, sondern auch mit Leckereien, die vom freundlichen Bareiss-Service gereicht wurden.

Positiv verlief auch der zweite Teil des Konzerts, der mit dem gemeinsamen gesungenen Weihnachtslied „Oh du fröhliche“ und einem großen Beifall für die Akteure endete.