Die Türe mit der Nummer 24 öffnet sich in der Oberen Schanzstraße in Friedlingen bei der Schaustellerfamilie Gierens. Der Urgroßvater hat Zuckerstangen im Keller hergestellt.
An Heiligabend öffnet sich die letzte Türe. Die Tür mit der Nummer 24 in der Oberen Schanzstraße in Friedlingen. Das Haus weist bereits eine lange Tradition als Schaustellerheimat vor. Hier lebt die Familie Gierens mit Christina Gierens und ihren Eltern Christine Gierens-Hirschberg und Oliver Hirschberg.
Diese Familie sorgt mitten im festlichen Trubel der Adventszeit Jahr für Jahr für leuchtende Augen und süße Genüsse. Die Familie Gierens ist in der Region längst eine Institution: Seit vier Generationen begeistern sie auf Weihnachtsmärkten, Volksfesten und Jahrmärkten mit ihren Süßwarenständen sowie Kinder- und Familienfahrgeschäften.
Der „Guzzli-Frey“
Schon Christinas Urgroßvater, Adolf Frey, ein gelernter Konditor, stellte in den 1940er-Jahren im Keller des Hauses Zuckerstangen her, die er auf Märkten und Messen verkaufte. Sein Spitzname „Guzzli-Frey“ ist auch heute noch vielen ein Begriff.
Dessen Tochter, Rosemarie Frey, also die Großmutter von Christina Gierens, heiratete später Adolf Gierens. Gemeinsam gründeten sie 1962 das Unternehmen „Schausteller & Süßwaren Gierens“, das heute von der Familie in vierter Generation geführt wird. Christine Gierens-Hirschberg führt gemeinsam mit ihrem Mann Oliver Hirschberg und Tochter Christina das Erbe weiter.
Start mit einem Stand
Was einst mit einem einzigen Süßwarenstand begann, ist heute ein florierendes Unternehmen mit mehreren Verkaufsständen und zeitgemäßen Kinder- und Familienfahrgeschäften. Auf den verschiedensten Festen der Region – ob Weihnachtsmarkt, Volksfest, verkaufsoffener Sonntag oder Stadtfest – begegnet man den Gierens mit ihrer Mischung aus Tradition und Innovation.
Süßes für Groß und Klein
Die Familie legt großen Wert darauf, sowohl die kleinen als auch die großen Besucher zu begeistern: Zuckerstangen, Lebkuchenherzen, Magenbrot, Zuckerwatte und viele andere Leckereien lassen vor allem Kinderherzen höherschlagen. Besonders beliebt sind die frisch gebrannten Mandeln und Nüsse, dessen Duft die Gäste magisch anzieht.
„Gerade in der Adventszeit sind die Menschen in anderer Stimmung, gönnen sich etwas mehr und nehmen gerne süße Naschereien für sich selbst oder als Geschenk für ihre Lieben mit“, weiß Christina Gierens aus Erfahrung. Die festliche Atmosphäre und die nostalgischen Düfte am Stand der Familie Gierens sind für viele Besucher ein Stück gelebte Tradition.
Schaustellerleben in der Region
Die Familie Gierens steht wie kaum eine andere für das Schaustellerleben in der Region: mit Leidenschaft, Handwerkskunst und einem besonderen Gespür für das, was Jung und Alt Freude bereitet. Ihre Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, wie Tradition und Moderne harmonisch ineinandergreifen und auch in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle spielen.
Vorbereiten auf 2026
Am 22. Dezember ist für die Gierens die diesjährige Saison zu Ende gegangen. Dann beginnt die Zeit der Ruhe, Reparatur und Instandhaltung, damit im nächsten Jahr ab Fasnacht wieder alles bereit ist für einen neuen Start.
Heiligabend
Heiligabend feiert die Familie traditionsgemäß im engen Kreis: Mit Schüfeli, Kartoffel- und Nüsslisalat wird das Fest zelebriert – ein Moment des Innehaltens vor dem nächsten Abenteuer auf den Märkten der Region.