Ria Stahlberger und ihre Papierrosen Foto: Sabine Theil

Die Haustür Nummer vier in der Pfädlistraße in Weil am Rhein öffnet Ria Stahlberger.

Hinter der Haustür mit der Nummer vier wird an Heiligabend ein Weihnachtsbaum stehen, der mit zwanzig selbst gebastelten Papierrosen geschmückt sein wird.

 

Ria Stahlberger hat die filigranen Rosenblüten in den 1970er-Jahren, also vor rund fünfzig Jahren, angefertigt und verwendet diese seither jedes Jahr. „Manche sind inzwischen mit Kerzenwachs vertropft“, aber das spielt keine Rolle – sie trotzen dem Zahn der Zeit.

Rosen sind mehr als nur Schmuck

„Ich liebe diese Rosen am Weihnachtsbaum – sie leuchten richtig zwischen dem Tannengrün“ schwärmt Ria Stahlberger, die mit jedem Aufhängen spürt, dass diese Rosen mehr sind als nur Schmuck – sie sind ein halbes Jahrhundert Erinnerungen.

Der Baum wird zusätzlich mit papierverhüllten Kugeln sowie goldenen Nüssen und Kügelchen geschmückt. Die Dekoration des Baums bleibt jedoch dezent.

„In den Adventstagen backe ich traditionell Früchtekuchen, den ich an Nachbarn, Freunde und Familie verschenke“, erklärt Stahlberger, die sich sehr darüber freut, dass auch ihre Enkelin Mara beim Backen dabei ist. Doch nicht nur Kuchenduft, sondern auch Geigenklänge liegen in der Luft. Denn schon Wochen vor Weihnachten füllen sich die Tage mit Musik – Proben für das große Konzert der Orchestergesellschaft – dieses Mal sogar mit einem großen Chor – das Üben zuhause, die Gewissheit, anderen mit der Musik eine Freude zu bereiten.

Musik ist der begeisterten Geigerin sehr wichtig

„Musik ist in meinem Leben sehr wichtig, nicht nur in der Adventszeit“. Auch die Noten für die Musikstücke für den Neujahrsempfang im Januar liegen schon vor und müssen geübt werden.

Die Ausstellung „Dreierlei“ mit Bruno Feger, Wilhelm Morat und Niels Tofahrn in ihrer Galerie endet am Sonntag, 7. Dezember, mit einer Finissage. Da gibt es auch noch einiges vorzubereiten.

Die vierte Türe des Adventskalenders Foto: ov/anl

In der Adventszeit ist bei Ria Stahlberger also ganz schön was los. Dazu feiert sie am 12. Dezember ihren Geburtstag. An den Feiertagen füllt sich das Haus – an Heiligabend kommen Sohn Christian mit Enkelin Mara und deren Freund zum Essen.

Die Weihnachtsgeschichte und miteinander singen

Im Wechsel wird dann traditionell die Weihnachtsgeschichte gelesen und gesungen, was manchmal auch zu heiterem Gelächter führt, wenn nicht die richtigen Töne getroffen werden. Zu Essen gibt es meist was Geselliges wie Raclette oder Fondue. „Für mich sind Kartoffeln wichtig, weil ich aus der Pfalz komme – da gibt es die besten“, ist Ria Stahlberger überzeugt. Am zweiten Weihnachtstag sind alle wieder zum Essen da, auch ihre Tochter Andrea und Freunde.