Ohne die Blätter an den Ästen kommt die Farbe der Frucht im Herbst besonders gut zur Geltung. Foto: Sabine Theil

Adventskalender
Die Haustür Nummer drei öffnet Heidi Müller in der Schafackerstraße und stellt ihren geliebten Kaki-Baum im Garten vor.

Die ursprünglich aus Asien stammende Früchte, auch als „Götterfrucht“ bekannt, leuchten als orangefarbene Kugeln durch die inzwischen kahlgewordenen Äste. Der Baum war ein Geschenk von Freunden aus Italien. „Wir haben ihn vor zwölf Jahren hier gepflanzt und er gedeiht prächtig“, so Heidi Müller, die sich eigentlich vor lauter Früchten kaum retten kann. „Mein Mann Günter musste schon die Äste stützen, weil sie unter der Fruchtlast fast abgebrochen wären“.

 

Reich an Vitaminen

Sie liebt diese besondere Frucht, die Mitte November geerntet wird und somit die gesamte Adventszeit mit den Vitaminen A, C und E eine erfrischende Abwechslung bietet. Heidi Müller gibt folgenden Tipp: „Damit Kaki ihr volles Aroma entfalten kann, sollte man sie bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, denn unreife Kakis können herb und pelzig schmecken“, weiß die Liebhaberin der exotischen Frucht. Wer sie länger aufbewahren möchte, kann sie im Kühlschrank lagern.

Wie Aprikose und Pfirsich

„Ich löffle Kaki gerne direkt mit dem Löffel aus“, schwärmt die leidenschaftliche Gärtnerin. „Mir schmeckt die Frucht allerdings nur reif, dann ist sie süß und erinnert etwas an eine Mischung aus Aprikose, Pfirsich und Zuckermelone“. Aber auch aufgeschnitten im Obstsalat oder als dekorativer Blickfang im Adventsgesteck oder in einer Schale macht die exotische Frucht sich sehr gut.

Drittes Türchen des Adventskalenders Foto: zVg/anl

Besonders am Herz liegt ihr die Kaki-Marmelade. „Sie schmeckt fruchtig“, erklärt sie und verrät, dass sie die Kaki-Marmelade in der Adventszeit kocht, um sie an Weihnachten an Freunde und Familie zu verschenken. „Selbst die Marmelade leuchtet in Orange – das ist ein schöner Farbtupfer in der dunklen Jahreszeit“. Heidi Müller hat schon verschiedene Rezepte ausprobiert und hat inzwischen ihr Lieblingsrezept gefunden.

Heidi Müller ist ein wirklicher Weihnachts-Fan und dekoriert liebevoll traditionell Haus und Garten. In der Küche wird in der Adventszeit nicht nur Marmelade gekocht, sondern viele verschiedene Sorten Weihnachtsplätzen gebacken, darunter auch Basler Läckerli. „Ich probiere fast jedes Jahr auch neue Rezepte aus“. Weihnachten verbringen sie mit ihren drei Kindern, fünf Enkeln und fünf Urenkeln.

Kaki-Marmelade

Zutaten:
 1 Kilogramm sehr reife Kaki (etwa 8-10 Stück) 3 Orangen750 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:
 Kaki schälen und in Würfel schneiden. Zucker und 250 ml frisch gepressten Orangensaft dazugeben.Alle Zutaten in einem hohen Topf vermengen, eine halbe Stunde ziehen lassen, dann mit dem Pürierstab pürieren.Masse aufkochen und drei bis vier Minuten sprudelnd kochen lassen.Die Marmelade kochend heiß in die Gläser füllen, sofort verschließen. Gläser auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.