Fröhliche Gesichter auf dem Christkindlmarkt. Nach einer Zeit des Zitterns ist klar: Auch in diesem Jahr wird es Bilder wie dieses wieder geben. Foto: Heimpel

Der Furtwanger Christkindlmarkt gehörte zu einem der "Babys" der Agentur Feierabend. Nach deren Schließung war die Zukunft des Marktes jedoch ungewiss. Hier die Gründe, warum er nun doch stattfinden kann.

Furtwangen - Glühwein trinken, gebrannte Mandeln essen und sich gemeinsam auf das Fest einstimmen – Weihnachtsmärkte gehören im Advent einfach dazu. Der traditionelle Christkindlmarkt in Furtwangen stand in diesem Jahr aber auf der Kippe – denn die Eventagentur Feierabend, die für die Planung der Veranstaltung in der Vergangenheit zuständig war, hat im Sommer ihren Betrieb eingestellt. So war die Zukunft des Christkindlmarktes zuletzt ungewiss.

Mittlerweile gibt es die frohe Kunde: Der Christkindlmarkt in Furtwangen findet statt. Zwischen dem 9. und 11. Dezember wird der Marktplatz in vorweihnachtliches Flair gehüllt. "Ich habe den Bürgermeister kontaktiert und eine Lösung gesucht", berichtet Werner Dold, der den Christkindlmarkt als Geschäftsführer der Agentur Feierabend gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Reinhard Becherer 15 Jahre lang organisiert hat. Und diese sieht wie folgt aus: In diesem Jahr wird die Stadt die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernehmen und damit etwa auch "Rechnungen, Versicherungen und Werbung", sagt Dold. Er selbst hat sich, wie bereits all die Jahre zuvor, um die Händler und Marktbuden bemüht. Die Jugendfeuerwehr übernimmt die Organisation der Glühweingläser. "Unter diesen Bedingungen kann man das gut durchführen", betont Dold, der erleichtert ist, dass das Ereignis im Advent auch in diesem Jahr stattfinden kann. "Es wäre ja schon bitter gewesen, wenn der Christkindlmarkt nicht weiter gegangen wäre", sagt er. Glücklich sind nun vermutlich auch die vielen Menschen, die Dold schon besorgt auf den möglichen Ausfall des Marktes angesprochen haben. "Jetzt sind wir alle happy", sagt er zufrieden.

Alle Plätze vergeben

Insgesamt werden die Besucher sich an 22 Ständen auf das Weihnachtsfest einstimmen können. Dabei hätte es anfangs sogar danach ausgesehen, "dass wir die Händler gar nicht zusammenbekommen", sagt Dold. "Jetzt haben wir sogar zu wenig Hütten." So gibt es diesbezüglich sogar eine Warteliste: "Falls einer ausfällt, kann noch jemand nachrücken."

"Altbewährt" soll der Markt werden. "Es sind ein paar neue Händler dabei, da einige aufgehört haben – somit ergänzt es sich gut", erklärt Dold. Egal ob Holzgeschenke, Seifen, Makramee-Arbeiten, Schnäpse oder frisches Gebäck – an den Marktständen soll es einiges zu entdecken geben. Auch musikalisch wird an allen drei Tagen etwas geboten: Freitag- und Sonntagnachmittag spielt eine Bläsergruppe und am Samstagabend sind die Alphornbläser aus Schönwald zu hören.

Erleichterung im Rathaus

Auch im Rathaus ist man erleichtert: "Nach der Coronapause war man hungrig auf eine positive Veranstaltung", sagt Francesca Hermann vom Stadtmarketing. Über die jüngste Einigung sei man "sehr froh". "Der Christkindlmarkt ist in Furtwangen eine wichtige Institution und wir sind dankbar, dass Herr Dold in Sachen Organisation die Fäden zieht."

Info: Der Christkindlmarkt Furtwangen ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitag, 16 bis 22 Uhr, Samstag, 9 bis 22 Uhr und Sonntag, 12 bis 18 Uhr.