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Advent in Calw Wünschebaum statt Weihnachtsmarkt

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Hansjörg Neumann, Franciska Fernandes (von links) und Christina Heger vor dem Geschäft "pf-Unikate". Foto: Becker

Da haben sich Stadtverwaltung, Gewerbeverein und die Stadtmarketing GmBH etwas einfallen lassen. Der Weihnachtsmarkt fällt zwar flach; doch die Ideen des Gemeinschaftsprojektes sollen für Ersatz sorgen. Wie das Programm nun endgültig aussehen wird, erfahren Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Calw - Nachdem lange unklar war, was von den Ideen wirklich stattfinden können wird, stellen die Beteiligten nun ihr Programm vor. Die einzelnen Aktion des Bündels werden im Folgenden genauer vorgestellt:

Kunstausstellung

Innerhalb von vier Tagen haben Christa Grübel und Silvia Berner viel geschafft. Die beiden Damen vom Kunstkreis Calw haben sich in der Lederstraße 17 niedergelassen. Die leerstehenden Räumlichkeiten, wo einst "Ernstings Family" Kleidung feilbot, wurden von den beiden Künstlerinnen in Rekordzeit in eine schmucke Ausstellung verwandelt.

Grübel bietet auf der einen Hälfte ihren handgefertigten Schmuck zum Verkauf, Berner auf der anderen ihre Gemälde, die einen Einblick in ihr Schaffen ermöglichen. Vier Wochen, bis 23. Dezember, haben Besucher nun die Möglichkeit, ins Gespräch mit den Künstlerinnen zu treten und ganz nebenbei noch ein Ausstellungsstück zu erwerben. Steinschmuck, Silberschmuck, Ohrringe und Ketten bilden hier eine Symbiose mit Öl- und Aquarellgemälden, deren Motivik sich dem Betrachter präsentiert. So wechseln sich Tiermotive mit Landschaften und Frauenporträts ab.

Ein mit einem Kaschmirpullover bekleideter Pudel ist beispielsweise auf einem Gemälde zu sehen, den Berner vor drei Jahren wirklich einmal in Rejkjavik während eines Island-Urlaubs gesehen hat. Ein Kontrast dazu bilden Grüpels Skulpturen, die sich in den auf den Tischen ausliegenden Schmuck einfügen.

"Um die Innenstadt in der Weihnachtszeit zu beleben, ist Marlene Kuppetz von der Glasschmiede auf die Idee gekommen, die Leerstände mit etwas zu bestücken", sagt Jürgen Ott, Vorsitzender des Gewerbevereins. Künstlern werde mit solchen Aktionen zum einen eine Möglichkeit gegeben, ihre Produkte zu verkaufen, zum anderen werde der leerstehende Laden für künftige Nutzer interessant gemacht.

Die Ausstellung ist ein Bestandteil der diesjährigen Calwer "FachWerkWeihnacht" – eine Maßnahme, die den abgesagten Weihnachtsmarkt zumindest ein wenig kompensieren soll (wir berichteten).

Die Kunstschau von Grübel und Berner ist täglich von 10 bis 18 Uhr, und samstags von 10 bis 13 Uhr, geöffnet.

Adventskalender

Weitere Bestandteile der Calwer "FachWerkWeihnacht" stammen aus der Feder von Citymanager Hansjörg Neumann, der auch die Idee für das Wording (auf gut Deutsch: den Namen) "FachWerkWeihnacht" hatte.

Zum einen hat er einen digitalen Adventskalender kreiert. Daran beteiligt waren Gründerin Franciska Fernandes von pf-Unikate, die im Juli diesen Jahres ein Geschäft für Braut- und Babymode in der Kronengasse neueröffnet hat und Christina Heger von Fräulein Samstag, die seit 2015 in ihrem Laden unter anderem Naturseifen, fair produzierte Kleidung und Geschirr anbietet.

"Wie können wir weihnachtliche Stimmung in die Calwer Wohnzimmer bringen?", antwortet Neumann auf die Frage nach der Ursprungsidee für den Kalender. In Zusammenarbeit mit Studenten der SRH Hochschule in Calw wurden und werden momentan kurze Videobeiträge gedreht, die täglich hinter einem Türchen auf die Besucher warten. Im Rahmen ihres Studiums unterstützen sie die Filmproduktion und die Vermarktung des Kalenders in den sozialen Medien.

Die Türchen werden auf der Internetseite www.calwer-fachwerweihnacht.de auf der Silhouette eines stilisierten Fachwerkhauses platziert und können dort ab 1. Dezember geöffnet werden. Zusätzlich werden die Kurz­videos über Social Media zugänglich sein.

Den genauen Inhalt der Türchen wollen Neumann, Fernandes und Heger im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten zwar noch nicht verraten, ungewöhnliche Beiträge werden aber mit traditionellen einhergehen, sagt Neumann und nennt ein paar Schlagwörter wie Musik, Backen, Basteln, Kochen, Literatur und Geschichte. "Außerdem werden zwei Fitnessstudios an der Erstellung der Beiträge mitwirken", sagt der Citymanager. Die Kurzvideos wurden am Donnerstag gedreht.

Wunschbaum

Den Anfang des Kalenders, das erste Türchen, verrät Neumann dann aber doch. Im Innenhof Calwer Markt, der auch als Hinterhof der Musikschule dient, wird es einen Wunschbaum geben, an dem die Calwer ihre Wünsche aufhängen können.

"Eine Art Tauschbörse", sagt Neumann. In den drei Geschäften, die den Hof umsäumen – Chocolat, pf-Unikate und Mode Schaber – erhalten Bürger eine Postkarte, die sie ausfüllen und danach am Baum aufhängen können. Der Wunsch dürfe allerdings nicht teurer als 25 Euro sein, sagt der Citymanager.

Alle Menschen, die jemandem einen Wunsch erfüllen möchten, nehmen sich eine Karte vom Baum und kontaktieren die Person, die den Wunsch formuliert hat. Somit können sich die Calwer untereinander gegenseitig bescheren. Die Teilnahmebedingungen werden unter www.calwer-fachwerkweihnacht.de veröffentlicht.

"Tatsächlich Liebe"

Auch für das letzte Türchen haben sich die drei etwas Besonderes einfallen lassen. Für die Überraschung am 24. Dezember wird nämlich die Hilfe aller Einwohner benötigt. Die Calwer werden aufgefordert – natürlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln – ein Kurzvideo für eine Collage zu drehen, das zum Motto "Tatsächlich Liebe" passt. Dies könne eine Umarmung, ein Kuss, ein "Oma-ich-hab-dich-lieb", oder ein anderer kreativer Weg, Liebe zu zeigen, sein, sagt Fernandes. Das Video kann in eine Dropbox gepackt werden, den zugehörigen Link übermittelt Neumann nach Anfrage an folgende E-Mail-Adresse: neumann@calwer-stadtmarketing.de

Nikolausstiefel

Als letztes Element des Calwer Stadtmarketings läuft noch bis 4. Dezember die Nikolaus-Stiefelaktion für kleine Kinder bis acht Jahren. Kinder haben hier die Möglichkeit einen Stiefel in das Büro von Neumann zu bringen. Insgesamt werden maximal 300 Stiefel angenommen. "Bereits über 100 Stiefel stehen in meinem Büro", sagt er.

Ab 7. Dezember werden die Stiefel dann von dem Citymanager auf rund 30 Geschäfte in der Innenstadt verteilt und dort in den Schaufenstern oder im Laden platziert. "Die Geschäfte machen das auf eigene Kosten", sagt Neumann. Jeder Laden entscheide dementsprechend selbst, was er in die Stiefel tue. Die Kinder dürfen sich dann ­zusammen mit ihren Eltern, unter Beachtung der aktuellen Corona-Bestimmungen, auf die Suche nach den Stiefeln machen.

In neuem Gewand wird sich in diesem Jahr auch die altbekannte Weihnachtstüte präsentieren. Insgesamt 10 000 Stück wurden an die teilnehmenden Geschäfte verteilt und werden nach jedem Einkauf an den Kunden mit ausgegeben. "Die Finanzierung der Tüten lief über den Gewerbeverein und die Stadtverwaltung", sagt Markus Kleinschmidt von der Abteilung Kultur der Stadtverwaltung.

Weihnachtsrätsel

Ein Lösungssatz mit 52 Buchstaben wird dieses Jahr beim Weihnachtsrätsel gesucht. In jedem der 52 teilnehmenden Geschäfte hängt ein Buchstabe und die dazugehörige Stelle im gesuchten Satz aus. 52 Gewinne in Form von Gutscheinen zu je 20 Euro werden unter allen richtigen Einsendungen verlost. Die Aktion läuft bis 31. Dezember.

Calwer Springerle

Auf der beliebten Ausstechform für Plätzchen wird in diesem Jahr der Speßhardter Dom abgebildet sein. Das Kleinod reiht sich damit in die illustre Reihe, bestehend aus Wahrzeichen der Region, ein. Die aus Ton bestehende Ausstechform kann für sechs Euro bei Mode Schaber, Louisa, "Bett & Bad" oder der Touristinfo erworben werden.

Engelspost

Nicht fehlen darf auch die Engelspost, die 2020 allerdings ohne die gewohnte Hütte auf dem Weihnachtsmarkt auskommen muss. Zwischen Touristinfo und Rathaus wird ein Briefkasten aufgestellt sein, in den Kinder ihren Wunschzettel für Weihnachten einwerfen können. Dieser muss mit der Anschrift versehen werden, und spätestens bis zum 16. Dezember von den Kindern eingeworfen worden sein.

Die geplante Möglichkeit für Gastronomen, ehemalige Ski-Gondeln zur Bewirtung mieten zu können, darf allerdings nicht umgesetzt werden, da die Gastronomie bis zum 20. Dezember geschlossen bleibt.

In der Innenstadt wurden außerdem Weihnachtsbäume an die Geschäfte verteilt. Diese haben die Bäume geschmückt und beleuchtet. Damit soll das Advents-Ambiente der Innenstadt noch zusätzlich aufgewertet werden.

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