In Altensteig öffnet am Wochenende die Weihnachtsausstellung 40 Jahre Weihnachtsausstellung“ im Schloss ihre Pforten. Wir durften vorab einen Blick darauf werfen.
40 Jahre besteht das Museum – und 40 Jahre lang gibt es Jahr für Jahr eine Weihnachtsausstellung, ausgenommen die Jahre 1996 und 2020. Zum Jubiläum blickt das Team nun zurück: Die 38. Ausstellung vereint nun alle vorhergegangenen 37.
Im ganzen Museum sind die Exponate verteilt. Dafür musste auch ein guter Teil der Dauerausstellung vorübergehend ausziehen, damit Platz für Engel, Krippen und Spielzeug geschaffen werden konnte.
26 Stationen für 37 Jahre
26 „Stationen“ sind so entstanden, ähnliche Ausstellungen wurden zusammengefasst. Museumsleitung Xanth Seltenreich hat sich bemüht, möglichst chronologisch vorzugehen. Doch manche mussten einfach in bestimmte Räume. Etwa die Ausstellung „Waldweihnacht“ (2019) im Waldzimmer, oder die Küche mit „Knusper, knusper, knäuschen...“ und “Apfel, Nuss und Mandelkern“. Dort sind etwa Keksdosen und Plätzchenausstecher drapiert.
Neu im Museum ist der Schlitten aus dem Jahr 1870 – der wird direkt zum Weihnachtsschlitten umfunktioniert. Direkt daneben ist das „Altensteigerle“. Das passte besonders gut – das Museum hat auch in der Dauerausstellung ein „Altensteigerle“ und 1998 darüber eine Weihnachtsausstellung. Außerdem ist Spielzeug ausgestellt. Auch die DDR wurde in „Zeitenwende“ im Jahr 1990 thematisiert – das Jahr, in dem Deutschland wiedervereint wurde. In dieser Ausstellung ist das Sandmännchen stark vertreten – ein echtes Ostoriginal, das sich bis heute im Kinderzimmer halten konnte.
Weiter oben finden sich Puppenstuben und Dampfmaschinen. Die waren 1995 in der Ausstellung – und liefen auch. „Was brandschutzmäßig natürlich ein absoluter Super-GAU war“, meint Museumsleitung Seltenreich. Deshalb müssen die Maschinen dieses Jahr stillstehen, können aber bewundert werden.
Bewundernswert ist auch die Papierkrippensammlung im obersten Stockwerk. Teils wertvolle Papiertheater und Darstellungen der Geburt Jesu im Stall sind dort ausgestellt. Weiter unten ist Holzkunst aus dem Erzgebirge zu bewundern.
Das Museum hat schon das ganze Jahr über gesammelt, im eigenen Fundus. „Wir haben unseren Bestand und unser Depot auf den Kopf gestellt.“ Aber auch von Extern. So hat das Museum etwa eine Trachtensammlung für die Station „Trachten – getragene Identität“ (2010) angenommen. „Es ist ultraschwer, Kleidung im Schloss auszustellen“, erklärt Seltenreich. Denn die Kleidungsstücke vertragen sich nicht unbedingt mit den Bedingungen, die das Gebäude bietet.
Außerdem wurden Steifftiere für die Ausstellung „Margarete Steiff – Steiff Tiere“ gesammelt. Teilweise kamen da auch die Tiere zurück, die schon 2004 in den Vitrinen zu sehen waren. Das hat Seltenreich mit Fotos verdeutlicht.
Dank ans Haus der Kreativität
Besonders dankbar sind die Vereinsmitglieder dem Haus der Kreativität. Das wurde aufgelöst und ein Zehntel des kompletten Dekobestands dem Museum geschenkt.
Zur Jubiläumsausstellung hat das Museum auch ein besonderes Erinnerungsstück im Angebot: Eine mundgeblasene und extra dafür designte Weihnachtskugel. Für 18 Euro kann diese erworben werden. Außerdem gibt es natürlich auch eine Schlaukopf-Tour, speziell zum Thema Weihnachten.
Parallel zur Ausstellung gibt es Kunsthandwerk zu bewundern. Die Künstler wechseln regelmäßig. Ebenfalls im Programm sind Theater, Nikolaus- und Sternebasteln und Kreisel, Sterne- und Kartengestalten.
Das sind die Termine
Öffnungszeiten
Die Ausstellung startet parallel zum Weihnachtsmarkt am Freitag, 28. November. Während des Weihnachtsmarkts ist sie am Freitag von 18 bis 20 Uhr, am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind Mittwochs und Samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Sie endet am 18. Januar.
Eintritt
Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt vier Euro, Kinder, Schüler und Studenten sind frei.
Kunsthandwerk
außerdem gibt es im Erdgeschoss hinter dem Schlosscafé wechselnde Kunsthandwerk-Ausstellungen. Kammmacher, Hofladen und Seifenmanufaktur, Erstaunliches aus Holz, Bronzeskulpturen, Geschenkumschläge aus Papier, Hüte aus Holz, Bestickte Frotteeware, Upcycling-Schmuck, Klöppeln, Papierspringerle, Selbstgestricktes, Handgearbeitetes und Erinnerung an Großmutter sind die Titel der wechselnden Ausstellungen. Auch das Christophorus-Gymnasium ist mit an Bord. Die genauen Daten gibt es auf der Website des Museums.
Rahmenprogramm
Für Kinder gibt es einige Kreativangebote: Am 6. und 7. Dezember werden Nikoläuse und Sterne gestaltet, am 3. Januar Kerzen, Sterne und Karten, am 4. Januar Tischlaternen und Sterne, am 6. Januar Kreisel, Sterne und Karten. die Veranstaltungen mit Eleonore Rodi beginnt jeweils von 14 bis 17 Uhr. Am 7., 21. und 28 Dezember sowie am 6. Januar findet jeweils das Kamishibai Theater für Kinder statt. Um 14.30 Uhr startet „Das große Weihnachtsfest im Zoo“, um 15.30 Uhr „Elmar“.
Außerdem kommt die Märchenerzählerin Simone Hartmann ins Museum. Sie präsentiert Märchen aus Aller Welt für Erwachsene am 13. Dezember und am 27. Dezember, Märchen für Kinder ab sieben Jahren gibt es am 14. Dezember und am 11. Januar, jeweils ab 16 Uhr. Die Puppenklinik hat am 17. und am 18. Januar Sprechstunde.