Dem Konzept der Firma "Jako Baudenkmalpflege" für das Weitinger "Adler-Areal" erteilte der Eutinger Gemeinderat in der jüngsten Sitzung seine Zustimmung.Archiv-Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Eutinger Gemeinderat erteilt Konzeption der Firma Jako für Weitinger "Adler-Areal" seine Zustimmung

Der Eutinger Gemeinderat erteilte bei der vorletzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig seine Zustimmung zur Konzeption der Firma "Jako Baudenkmalpflege" aus Rot an der Rot zur Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude und der Neubebauung auf dem "Adler-Areal" in Weitingen.

Eutingen. Projekt-Ingenieur Markus Veser kam zwar extra aus Bayern angereist, doch seine Expertenmeinung war kaum gefragt, da man sich sowohl im Weitinger Ortschaftsrat als auch im Gemeinderat darüber einig war, dass man dieses respektable und anspruchsvolle Projekt, dass nach Ansicht aller Beteiligten in den Gremien einen Mehrwert für den Ort darstellt, umsetzen wird.

"Was wir hier mit Datum 3. Mai 2021 auf dem Tisch liegen haben, das ist das Ergebnis von 18 Monaten Planung, die sicherstellt, dass ein ehrwürdiges Kulturdenkmal für die Nachwelt erhalten bleibt, indem wir es einer neuen Nutzung zuführen", so Bürgermeister Armin Jöchle.

Jöchle ging nochmals in einem kurzen Abriss die Stufen der Projektentwicklung durch und sprach auch über die Bedenken und Sorgen der Weitinger. "Der Neubau bringt Vorteile aber auch Nachteile für die Anwohner", stellte er klar und ergänzte, dass man vermutlich Mitte 2022 nochmals mit einer Detailplanung auf die Bevölkerung zukommen wird. Nach Jöchles Ansicht sollte man jetzt schon auf jeden Fall vermeiden, dass man den aus der geplanten Tiefgarage ausfahrenden Verkehr nicht in den Dorfwiesenweg einleiten soll und dies im Konzept berücksichtigen.

Die Fragen: Was kostet uns das Ganze? Kaufen oder mieten wir Teile des Projektes? kann Jöchle aktuell nicht beantworten. "Dies wird nicht vor Frühjahr 2022 geklärt", nahm er schon mal vorsichtshalber eventuellen Nachfragern den Wind aus den Segeln.

Steffen Frank, der stellvertretende Ortsvorsteher von Weitingen, der Rainer Himmelsbach bei dieser Gemeinderatssitzung vertrat, teilte dem Gremium mit, dass sich der Weitinger Ortschaftsrat geschlossen für die Projektumsetzung ausgesprochen habe. Er wollte jedoch wissen, wie die Vermarktung dieser neuen Ortsmitte angedacht ist. "Kann die Bevölkerung beispielsweise Wohnungen oder ganze Teile des Ensembles kaufen?", wollte er wissen.

Diese Frage konnte Markus Veser beantworten. Er sagte, dass man die Wohnungen in den Neubauten – es sind aktuell 30 kleinere Wohnungen geplant – auch privat kaufen könne. Für die Seniorenanlage dagegen wird ein Gesamtinvestor gesucht. Das Gleiche gilt für die Pflege-WG mit acht Plätzen. "Hier ist kein Teileigentumserwerb möglich", so Veser. "Beim U3-Kindergarten, den man im alten Brauhaus einrichten möchte, ist dann wieder die Gemeinde am Zug", ergänzte Jöchle, der aber noch nicht wusste, ob man die Räume kaufen oder mieten wird.

Der Weitinger Ortschaftsrat Andreas Gaus brachte seine Einschätzung auf den Punkt. "Ich finde dieses wunderbare Konzept klasse. Das einzige Manko sind die Flachdächer hintendrüben." Über Flachdächer und andere Dachformen hatte Jöchle zuvor sehr ausführlich referiert, ohne jedoch zu einem aussagekräftigen Statement zu kommen. Ausnahmen sind halt meist die Regel und bei großen Projektentwicklungsaufgaben müssen alle Seiten Kompromisse eingehen – auch bei Sattel- oder Flachdächern.

Im Fazit dieser Endscheidungsfindung wurde festgehalten, dass man dieses Konzept jetzt auf den Weg bringen wird, doch man sei sich sicher, dass man noch öfter darüber diskutieren wird.

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