Spaß hatten die Ferienspiel-Kids sogar während dem großen Aufräumen am letzten Tag. Foto: Kapitel-Stietzel

Mit einer besonderen Schaumstoff-Pfeil-Schlacht und Ehrungen sind die Junginger Ferienspiele am Freitag in der Fest- und Turnhalle zu Ende gegangen.

Konzentriert verschanzen sich die Kinder in ihrer Burg aus aufgetürmten Turnmatten und Sprungkästen und belauern – orangene Spielzeugknarren in der Hand – das Team, das sich in der gegenüberliegenden Ecke der Turnhalle verbarrikadiert hat. Dann ist es soweit: Ein Betreuer gibt mit einem Megafon das Startsignal und kurz darauf fliegen Schaumstoff-Pfeile in alle Richtungen. Das „Nerf-Battle“ ist der große Programm-Höhepunkt am Freitag, dem letzten Junginger Ferienspiel-Tag, bei dem sich die Kinder noch einmal richtig austoben.

 
Als krönenden Abschluss gab es in diesem Jahr wieder einen „Nerf-Battle“ Foto: Kapitel-Stietzel

Während die langsamen und weichen Geschosse – das Kürzel NERF steht für „Non-Expanding Recreational Foam“, zu deutsch etwa „festförmiger Freizeit-Schaumstoff“ – harmlos an den Wettstreitern abprallen, sammeln die restlichen Kinder die auf dem Boden liegenden Pfeile für eines der Teams ein oder schauen von der Balustrade bei den Umkleiden aus zu.

Das steckt hinter der Spielzeug-Schlacht

Das „Nerf-Battle“ gebe es bereits zum dritten Mal, erklärt die hauptamtliche Betreuerin Tanja Egger: Bei der ersten Auflage während der vorletzten Ferienspiele sei man noch skeptisch gewesen, doch „es klappt voll gut“ und sei bei den Kindern der absolute Renner. Verletzungen durch die weichen Schaumstoff-Pfeile habe es in allen drei Jahren noch keine geben.

Welche Programmpunkte gab es an den letzten zwei Tagen der Ferienspiele noch?

Auch wenn die Spielzeug-Schlacht der letzte Teil des fünftägigen Ferien-Unterhaltungsprogramms ist, gab es für die Kinder auf dem Endspurt noch einiges zu erleben: So konnten die 72 kleinen Teilnehmer nicht nur zusammen in der Turnhalle übernachten, sondern etwa auch „Dunkelverstecken“ spielen, als zeitreisende Wissenschaftler verkleideten Betreuern begegnen oder sich Gruselgeschichten anhören. Auch wenn das Gewitter am späten Donnerstag leider dafür gesorgt habe, dass man das Verstecken-Spiel von Hallenbadgelände in die Turnhalle verlegen musste, habe es atmosphärisch gut zu den Gruselgeschichten gepasst, fügt die Betreuerin lachend hinzu. Ebenfalls zur Stimmung beigetragen habe ein inszenierter Stromausfall. Außerdem gab es auch Pizza und auf einer Leinwand den Disney-Film „Zoomania“, nach dem das diesjährige Motto der Ferienspiele – „Jobmania“ – benannt ist.

Wie verlief die Übernachtung in der Turnhalle?

„Insgesamt war es eine relativ entspannte Nacht – um Zwei haben die Kleinen alle geschlafen – im letzten Jahr waren einige noch bis drei Uhr wach“, erklärt Egger schmunzelnd. Allerdings seien die ersten Kinder um sechs Uhr wieder munter gewesen. Danach habe man ausgiebig gefrühstückt, die Schlafsachen aufgeräumt und einige Mädels hätten eine Tanzaufführung abgeliefert.

Bürgermeister Oliver Simmendinger (vorne links) zusammen mit den jugendlichen Betreuern. Foto: Kapitel-Stietzel

So lief der feierliche Abschluss des Ferienprogramms

„Ihr seid alle sehr mutig“ erklärt Bürgermeister Oliver Simmendinger im Anschluss an das „Nerf-Battle“ den um ihn versammelten Kindern: Sein Hund Struppi habe während des Gewitters die ganze Zeit gezittert, während die Ferienspiel-Teilnehmer sich stattdessen auch noch Gruselgeschichten angehört haben. Unter viel Applaus verteilt er im Anschluss Urkunden an die Betreuer – neben den vier Erwachsenen Hauptamtlichen und Aushilfskräften hatten 19 vierzehn- und fünfzehnjährige „Teamer“ die Kinder an allen fünf Tagen des Ferienprogramms betreut.

„Leider sind die Ferienspiele 2024 schon wieder vorbei – aber es geht nicht lange bis zu den Herbstferien“, vertröstet Simmendinger die Kinder, bevor er nach einem dreifachen „Ferien-Spiele“-Ruf das Programm für dieses Jahr für beendet erklärt. Anschließend machen sich die Kinder und Betreuer ans Aufräumen der Turnhalle, bevor die Eltern zum Abholen vorbeikommen.

So lautet das Fazit der Orga

„Es lief sehr gut“ erklärt die Hauptverantwortliche Tamara Cutali. Auch wenn man sich manchmal beim Aufwand leicht verkalkuliert habe – zehn Kinder mehr als im letzten Jahr würden einen Unterschied machen – sei insgesamt alles so gelaufen wie geplant. „Und die Kinder sind zufrieden“, freut sie sich.