TSV Altensteig bewegt 45 Kinder – Bufdi Phoebe organisiert vier Tage voller Teamgeist, Technik und besonderer Momente.
Vier Tage. Unzählige Pässe, Sprungwürfe und Sprints – und noch viel mehr: Lachen, Zusammenhalt und echte Begeisterung. In den Osterferien verwandelte der TSV Altensteig die Einwaldhalle in einen Ort, an dem Handball weit mehr war als nur Sport. 45 Kinder und Jugendliche von der D- bis zur B-Jugend erlebten eine Woche, die vor allem eines zeigte: Wie stark Gemeinschaft wachsen kann, wenn man sie bewusst gestaltet.
Nicht nur Training, sondern ein Erlebnis
Im Mittelpunkt der Organisation stand Bufdi Phoebe Kühnle, die das Projekt mit viel Herzblut leitete. Seit Januar wurde geplant, abgestimmt, eingekauft und koordiniert – und dabei nie das eigentliche Ziel aus den Augen verloren: den Kindern nicht nur Training zu bieten, sondern ein Erlebnis. „Es war einfach schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder hatten – dafür hat sich jeder Aufwand gelohnt“, fasst die 18-Jährige die Woche zusammen.
Raus aus den gewohnten Teams, rein in neue
Das Konzept dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: raus aus den gewohnten Teams, rein in neue Gruppen. Altersklassen wurden gemischt, bekannte Strukturen aufgebrochen. Plötzlich trainierten Jüngere mit Älteren, Neue mit Erfahrenen – und genau darin lag die besondere Dynamik. Gerade mit Blick auf die Zeit nach den Ferien, wenn viele in die neue, nächsthöhere Mannschaft wechseln, wurde so ein erster gemeinsamer Rhythmus geschaffen.
Der Tagesablauf hatte es dabei in sich: vier intensive Einheiten pro Tag – von Laufschulung über Schlagwurf-Technik bis hin zum schweißtreibenden Konditionstraining. Dazwischen kurze Pausen mit gesunden Snacks für die nötige Energie und eine längere Mittagspause, die Raum zum Durchatmen ließ. Alles war Teil des Programms. Doch so strukturiert die Inhalte auch waren, im Kern ging es immer um mehr als nur Übungen. Es ging um das Miteinander.
Besonders greifbar wurde dieser Teamgedanke in den täglichen Abschlussspielen. Ein cleveres Wertungssystem sorgte dafür, dass die Jüngeren eine sehr entscheidende Rolle spielten, denn deren Tore brachten dem Team höhere Punkte.
Kleines Detail mit großer Wirkung
Ein kleines Detail mit großer Wirkung: Die Älteren suchten nicht nur gezielt den Pass sowie Blickkontakt zu den Kleinen, sondern gaben auch Vertrauen weiter. So wurde aus Training echtes Teamplay. „Man hat gemerkt, wie die Großen auf die Kleinen zugingen, nicht nur im Spiel, sondern auch in den Pausen“, freut sich Phoebe. „Das hat den Verein spürbar enger zusammengeschweißt.“
Auch abseits des Feldes war die Woche bis ins Detail durchdacht. Vieles lief im Hintergrund, fast unsichtbar, aber entscheidend für das Gesamtbild. Ob Auf- und Abbau, Bewirtung, strukturelle Entscheidungen – mehrere Trainer, Vereinsmitglieder, Spieler und Helfer waren von Beginn an eingebunden und in der Handballwoche voll im Einsatz.
„Ohne das riesige ehrenamtliche Netzwerk wäre dies nicht möglich gewesen. Ich habe enorm viel Unterstützung und Rückhalt vom TSV bekommen.“ Auch dank wertvoller Tipps ihrer erfahrenen Vorgänger, wie etwa Madlene Geimer, entstand ein echtes Team, das diese Woche gemeinsam trug.
Ein emotionales Highlight markierte der gemeinsame Ausflug am Ende: Nach dem Erhalt der neuen Erinnerungsstücke in Form von T-Shirts und Socken ging es nach Neuhausen/Filder zum Handballspiel der ersten Bundesliga. „Für viele ein Moment, der die Woche noch einmal auf ein neues Level hob“, resümiert Phoebe stolz.
Sechs Stunden Training täglich
Am Ende gab es müde Beine – aber vor allem zufriedene Gesichter. Die Intensität war spürbar, sechs Stunden Training täglich forderten ihren Tribut. Doch genau darin lag auch der Wert: Die Kinder waren nicht nur beschäftigt, sondern erfüllt. Was bleibt, ist mehr als ein Trainingsprogramm. Es ist das Gefühl, Teil eines Vereins zu sein, der Talente fördert, Verbindungen schafft und Gemeinschaft lebt. Die Jugendhandballwoche des TSV Altensteig bleibt damit Jahr für Jahr ein unverzichtbares Stück gelebte Vereinskultur.