Im Achtelfinale im DHB-Pokal gastiert Zweitligist Balingen-Weilstetten beim traditionsreichen Drittligisten HC Empor Rostock. Spielbeginn in der Fiete-Reder-Sporthalle ist um 19 Uhr.
„Rostock ist eine Top-Mannschaft der 3. Liga und Tabellenführer in der Nord-Ost-Staffel. Sie haben in allen Spielen, die wir analysiert haben, auch Zweitliganiveau unter Beweis gestellt, nicht zuletzt beim Pokalspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen, das sie in der Verlängerung mit 42:40 gewonnen haben“, sagt HBW-Trainer Matti Flohr vor dem Achtelfinale.
Am Mittwochmorgen fliegt der HBW-Tross nach Hamburg, von dort geht es mit dem Bus weiter nach Rostock. Dort wartet eine spannende Aufgabe bei der interessanten Adresse in Sachen Handball in der Hansestadt.
Allzu gerne würden die Gallier in die Runde der letzten acht einziehen. „Sie kommen sehr wurfstark daher. Sie haben ausgezeichnete Shooter, die das schon auf Zweitliganiveau in den vergangenen Jahren nachgewiesen haben. Da müssen wir schauen, dass wir sie offensiv und hart attackieren. Im Angriff brauchen wir ein hohes Spieltempo, sie spielen eine kompakte 6:0-Abwehr mit sehr kräftigen Innenblockern. Von der ganzen Körperlichkeit ist das absolutes Topniveau der 3. Liga und absolut aufstiegstauglich“, schätz der Balinger Coach den Gegner ein.
Pokalschreck Rostock
Der HC Empor Rostock hat im DHB-Pokal bislang mächtig aufhorchen lassen. Schon am ersten Spieltag kegelte Rostock den Erstligaufsteiger VfL Potsdam aus dem Pokal. In Runde zwei besiegte der HC Empor Rostock die HSG Nordhorn-Lingen. Auch die Emsländer reisten als klarer Favorit an die Ostsee, unterschätzten jedoch offenbar den Drittligisten.
In einer bis zum Schluss ausgeglichenen Partie erzielte Rostock mit dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit das 33:33 und erzwang damit die Verlängerung. In dieser lagen sie meist vorn, und am Ende behielten sie mit einem 42:40-Sieg die Oberhand.
Die Gallier sind also gewarnt. Die Torgefahr kommt von der gesamten Breite des Spielfelds, oft mit hoher Geschwindigkeit und dem taktischen Mittel des siebten Feldspielers. Das beherrschen sie nahezu perfekt. In der Liga erzielt der HC durchschnittlich über 35 Tore pro Spiel. Defensiv versteht es das Team von Trainer Nicolaj Andersson, ordentlich zuzupacken, und erzielt mit knapp 28 Gegentoren pro Spiel einen Top-Wert.
Der Macher beim HC Empor
Der Vertrag des dänischen Chefcoaches, der seit März 2023 das Sagen bei den Rostockern auf der Trainerbank hat, wurde bereits vorzeitig bis 2027 verlängert. Mit ihm strebt der HC am Ende der Saison den Sprung zurück in die zweite Liga an, den sie als Tabellenzweiter der vergangenen Saison in der Aufstiegsrunde nur knapp verpasst haben. Die Gallier treten voraussichtlich mit dem kompletten Kader – abgesehen vom langzeitverletzten Leo Prantner – die Reise in den hohen Norden an.