Auf einem guten Weg: Dan-Axel Zagadou trainiert wieder mit Ball – und auch im Kreise der Mannschaft. Foto: IMAGO/Maximilian Koch

Der lange verletzte Dan-Axel Zagadou meldet sich im Training zurück. Ein starkes Comeback ist sein Ziel. Auch, weil der Vertrag des 26-Jährigen im Sommer ausläuft.

Er bleibt bis auf Weiteres das gesundheitliche Sorgenkind beim VfB. Nach zwei langen Auszeiten aufgrund von Problemen mit dem Knie im Jahr 2024 hat Dan-Axel Zagadou im vergangenen Herbst zwei Bundesligaspiele für den VfB bestritten. 75 Minuten gegen Mainz sowie eine Partie über die volle Spielzeit gegen Augsburg stand der Innenverteidiger auf dem Platz, glänzte gegen den FCA gar mit einer Torvorlage. Seit Anfang November muss er nun wieder aussetzen. Die Diagnose damals: eine „signifikante Muskelverletzung“.

 

Inzwischen sind die Oberschenkelprobleme so gut wie überwunden. Zagadou trainiert wieder mit Ball auf dem Platz, teils im Kreise der Mannschaft, zuweilen aber auch noch individuell. „Daxo ist auf einem guten Weg“, sagt der Trainer Sebastian Hoeneß über den 26-Jährigen, der im Abwehrzentrum in der Vorrunde der Vizemeister-Saison stets gesetzt war, ehe ihn ein Anriss des Kreuzbandes im Februar 2024 aus der Spur warf.

„Von seiner Genesung ist natürlich auch abhängig, wie seine Zukunft ausschaut. Wir alle wissen, was wir an ihm haben. Es ist sehr schade, dass wir seine Qualitäten nicht noch öfter in den Spielen erleben“, sagt Hoeneß über den Franzosen – und ergänzt: „Wenn er gesund wäre, dann wäre er für uns ein ganz wichtiger Spieler.“

Wie aber geht es mit Zagadou weiter, dessen Vertrag beim VfB im Sommer ausläuft? „Für Daxo ist es die erste Priorität, gesund zu werden – und es dann auch zu bleiben“, sagt Hoeneß: „Seine Qualitäten kennen auch die Verantwortlichen im Club, die sich mit ihm und seinen Beratern austauschen werden. Das liegt nicht in meinen Händen.“

Klar ist aber auch, dass Hoeneß viel von dem Innenverteidiger hält – und ihn daher grundsätzlich auch gerne weiter beim VfB sehen würde. „Wir hatten einen ähnlichen Fall mit Niko Nartey. Auch sein Vertrag ist nach einer langen Verletzung ausgelaufen. Und er ist noch immer da“, erklärte der VfB-Cheftrainer unmittelbar nach dem erneuten Rückschlag Anfang November.

Tatsächlich hatte Nikolas Nartey vor der aktuellen Runde zwei Saisons lang aufgrund von Verletzungen gar nicht gespielt, ehe man mit ihm im Sommer trotzdem verlängerte – und er nun eine Art Entdeckung der Stunde ist.

Allerdings ist der Fall bei Zagadou finanziell anders gelagert: Mit rund drei Millionen Euro an Jahresgehalt ist der ehemalige Dortmunder ein Topverdiener beim VfB. Kommt es zu einer weiteren Zusammenarbeit mit den Cannstattern, müsste der Abwehrspieler bei seinen Einkünften wohl deutliche Einbußen in Kauf nehmen.