HBW-Kreisläufer Nikola Grahovac lässt sich beim Torwurf nicht aufhalten. Foto: Eibner-Pressefoto/Yannik Storz

Der HBW Balingen-Weilstetten hat in einem intensiven und dramatischen Duell mit dem HC Erlangen sein zweites Remis in Folge erzielt. Das Schlusslicht rang den Franken ein 22:22 ab.

Diese Schlussphase war wieder einmal nichts für schwache Nerven. Zehn Sekunden vor der Sirene kassierte der HBW Balingen-Weilstetten das 21:22 – Simon Jeppsson für den HC Erlangen. Doch wie schon am Samstagabend beim 28:28 in Hamburg gab der HBW noch einmal richtig Gas.

 

Jerome Müller passte an den Kreis zu Nikola Grahovac und der netzte zum 22:22-Endstand ein. Ein letzter Fernwurf der Erlanger fand nicht sein Ziel und so hatte das Team von Trainer Jens Bürkle wieder einen Grund zu feiern.

„Wir haben nie aufgegeben, kassieren zehn Sekunden vor Schluss das Tor und setzen wieder den Lucky Punch. Das Spiel hat wieder gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft punkten können“, sagte

HBW crasht die „Black Night“

Jona Schoch nach der Partie am Mikrofon des Streamingdienstes Dyn. Das Team von Trainer Jens Bürkle hatte also die Party des HCE gecrasht, der seine Fans zur „Black Night“ geladen hatte – mehr als 6000 Zuschauer waren in der Arena Nürnberg dabei. Und die erlebten eine Partie, in der beide Mannschaften mit ihren Deckungsreihen brillierten – entsprechend schwer taten sich die beiden Rivalen in der Offensive – hüben wie drüben reihte sich Fehler an Fehler.

Gäste erwischen Start nach Maß

Liga-Schlusslicht Balingen erwischte einen Start nach Maß, führte nach sieben Minuten mit 3:1. Zwar drehte Erlangen den Spieß umgehend um, aber die Gäste, in in Mohamed El-Tayar wieder einen ganz starken Rückhalt im Kasten hatten, verwandelten einen 3:4-Rückstand umgehend in einen 6:4-Vorsprung (16.). HBW-Spielmacher Filip Vistorop sorgte gar für einen Drei-Tore-Vorsprung (8:5/22.). Bis zur Pause aber schlossen die Hausherren wieder auf 10:11 – und steckten dabei auch die Rote Karten gegen Nikolai Link, der dem Balinger Halbrechten Csaba Leimeter übel in den Wurfarm gegriffen hatte (23.), gut weg.

Jeppsson legt für Erlangen wieder vor

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte das Bürkle-Team zunächst weiterhin leichte Vorteile, geriet beim 17:16 durch Simon Jeppsson aber wieder ins Hintertreffen. Ein Grund dafür, dass die Erlanger die Führung nach langer Zeit wieder an sich rissen, war dass der im zweiten Abschnitt eingewechselte Keeper Bertram Obling einen ordentlichen Job machte. Herausragend seine Parade beim Stand von 21:21, als er eine klasse herausgespielte Chance von HBW-Linkshänder Müller killte und seinem Team so die Chance zur abermaligen Führung eröffnete. Die besorgte Jeppson zwar, aber Grahovac liefert noch die passende Antwort der Schwaben.

Statistik

HC Erlangen: Obling, Ferlin; Heiny, Lonborg, Seitz, Bialowas, Mävers, Büdel (3), Bissel (2), Svensson (4), Guardiola, Link, Jeppsson (5), Steinert (2), Olsson (1), Zechel (5).

HBW Balingen-Weilstetten: El-Tayar, Ruminsky; Grahovac (3), Vistorop (4), Leimeter (1), Prantner (1), Huber), Ingason, Gretarsson (5/5), Müller (3), Schoch (1), Fügel, Saueressig (1), Volz (3), Heinzelmann.