Für einen Kettenräumer in einem dieser Nachklärbecken muss Unterkirnach teure Ersatzteile beschaffen. Foto: Ulrich Schlenker

Die Gemeinde Unterkirnach benötigt für ihre Kläranlage Ersatzteile für einen Kettenräumer in der Nachklärung.

Es handelt sich um eine verschleißbedingte Ersatzinvestition, die etwa alle zehn Jahre nötig wird. Die Kosten zahlen am Schluss die Einwohner über die Abwassergebühr.

 

Bürgermeister Andreas Braun erläuterte den Zweck der Kettenräumer, von denen es je einen in den beiden rechteckigen Nachklärbecken gibt und die rund um die Uhr laufen. Sie befördern den sich dort absetzenden Schlamm in einen Schlammfang und verhindern so eine Verschlammung der Nachklärbecken.

Mehrere Kettenräder und zwei Förderketten

Auf 45 683 Euro beläuft sich das von ihm vorgelegte Angebot der Firma Passavant-Geiger aus Aarbergen für die Ersatzteile eines Kettenräumers, darunter mehrere Kettenräder und zwei Förderketten.

Auch wenn diese Ausgabe vordergründig auf die Gemeinde zukommt, zahlen letztendlich die Wasserverbraucher die Zeche. Die nun anfallenden Kosten sind laut der Vorlage für die jüngste Gemeinderatssitzung bereits bei der Gebührenkalkulation für das Abwasser ab dem Jahr 2025 berücksichtigt worden.

Anlage muss betriebsbereit bleiben

Die Kläranlage muss betriebsbereit bleiben“, gab Martin Kuberczyk für die CDU-Fraktion grünes Licht für diese Ersatzinvestition. Auch von der Fraktion „Gemeinsam für Unterkirnach“ gab es keinen Widerspruch. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Auftrag zur Lieferung von Ersatzteilen für einen Kettenräumer an die Firma Passavant-Geiger zu erteilen. Einschließlich der Mehrwertsteuer liegt der Auftragswert bei 45 683 Euro. Darin noch nicht enthalten ist der Einbau, der wegen der langen Lieferzeiten erst für 2026 geplant ist. Hierfür muss die Gemeinde Unterkirnach voraussichtlich nochmals gut 20 000 Euro in die Hand nehmen.