Mehr Geld müssen Betreiber von Kleinkläranlagen und geschlossenen Gruben künftig einplanen. (Symbolfoto) Foto: © Zerbor – stock.adobe.com/Boris Zerwann

Tiefer in die Tasche greifen müssen künftig all jene Einwohner der Raumschaft Triberg, die nicht ans öffentliche Abwassernetz angeschlossen sind. Die Klärschlamm-Entsorgung wird teurer.

Drastische Gebührenerhöhungen kommen auf die noch etwa 50 Betreiber von Kleinkläranlagen und geschlossenen Gruben im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) der Raumschaft Triberg ab dem kommenden Jahr zu.

 

Da auch die Außenbereiche immer mehr direkt an die Kläranlage angeschlossen werden, habe sich die Zahl dieser „Kleinanlieferer“ drastisch verringert. Auf der anderen Seite bedeutet das: Für diejenigen, die noch übrig sind, steigen die Gebühren ebenso drastisch.

Im Sommer habe man den Transport der Fäkalschlämme neu ausgeschrieben, seit 30. Juni 2025 ist nun das Unternehmen Firma Reichel aus Titisee-Neustadt beauftragt, die Schlämme aus den Gruben und Kleinkläranlagen zu transportieren.

Dabei entstehen folgende Kosten – jeweils je Kubikmeter: Bei Kleinkläranlagen (Mehrkammer-Absetzgrube) 97,55 Euro (bisher 58,65 Euro), Kleinkläranlagen (Mehrkammer-Ausfaulgruben) 80,03 Euro (bisher 50,17 Euro), bei geschlossenen Gruben 48,50 Euro (bisher 39,37 Euro). Die Abfuhrpauschale beträgt nun anstatt 50 künftig 100 Euro. Die bisherige Verwaltungspauschale von 50 Euro sei nun in die Satzung eingearbeitet, so GVV-Geschäftsführer Robin Weißer.

Kläranlage nimmt Anlieferungen entgegen

Alternativ können Klärschlämme auch direkt bei der Verbandskläranlage angeliefert werden. Dann kostet der Kubikmeter bei Absetzgruben 52,55 Euro, bei Ausfaulgruben 35,03 Euro und bei geschlossenen Gruben 3,50 Euro.

„Gut, dass bei solch gewaltig gestiegenen Preisen auch eine private Anlieferung möglich ist“, befand Schonachs Bürgermeister Jörg Frey dazu. Er könnte sich vorstellen, dass da aber feste Anlieferungszeiten Sinn machen. Auch Hans-Peter Schwer aus Schönwald sah einen dramatischen Anstieg – nachdem die Gebühren auch im vergangenen Jahr schon stark gestiegen seien. Die bisherigen Preise seien jedoch nicht mehr haltbar, betonte Weißer.

Einstimmig angenommen

Rafael Kammerer fragte an, ob man eventuell mal eine Aufstellung erhalten könnte, wie die Anlieferer verteilt seien. „Wir liefern das nach“, versprach Weißer. Mangels Alternativen wurden die neuen Preise und die überarbeitete Satzung einstimmig angenommen.