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Absturz eines Helikopters Mehrere Tote durch Unwetter in Südfrankreich

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Rettungskräfte stehen auf dem Gelände eines Industrieparks. Foto: Daniel Cole/AP/dpa Foto: dpa

Paris - Bei Unwettern im Süden Frankreichs sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Drei Angehörige des französischen Zivilschutzes wurden in der Nacht beim Absturz ihres Hubschraubers in der Nähe der Hafenstadt Marseille getötet.

Die Männer seien im Einsatz zur Unterstützung der Bevölkerung gewesen, als die Funkverbindung plötzlich abgebrochen sei, gab das französische Innenministerium in einer Mitteilung bekannt. Mindestens drei weitere Menschen starben während der Unwetter.

Innenminister Christophe Castaner sprach den Familien und Kameraden der Opfer "mit tiefer Trauer" sein Mitgefühl aus. Er fuhr am Montag in die Region und machte sich ein Bild von der Lage. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass heftiger Regen dort zu massiven Überschwemmungen geführt hat. Das Wasser richtete großen Schaden an, die Häuser vieler Menschen wurden schwer beschädigt.

Neben den Angehörigen des Zivilschutzes starben weitere Menschen. In der Hafenstadt Fréjus kam Medienberichten zufolge eine Frau ums Leben. Sie sei weggespült worden, als sie nach ihren Pferden im Stall habe sehen wollen, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf die Präfektur Var. In Saint-Paul-en-Forêt, ebenfalls in Var, kam demnach ein Hirte ums Leben, als er versuchte, mit einem Geländewagen eine Furt zu überqueren, um nach seiner Herde zu sehen. Die Leiche einer 35-jährigen Vermissten wurde am Montag in ihrem fast völlig im Wasser versunkenen Auto gefunden, wie France 3 berichtete.

Am Montagvormittag galt für die Départements Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône noch eine erhöhte Warnstufe, im Laufe des Tages besserte sich die Lage allerdings. Wegen der starken Regenfälle hatte der französische Wetterdienst Météo France am Sonntag für die Départements Alpes-Maritimes und Var an der Küste im Südosten die höchste Warnstufe ausgerufen. Für die Départements Vaucluse und Alpes-de-Haute-Provence galt die zweithöchste Warnstufe. Weil die Böden bereits gesättigt seien, könnten sie nicht mehr Wasser aufnehmen, erklärte der Wetterdienst.

In Alpes-Maritimes blieben am Montag nach Angaben der Präfektur rund 50 schulische Einrichtungen geschlossen. Auch in Cannes blieben Schulen zu. Der Bahnverkehr war stellenweise unterbrochen, Straßen waren gesperrt. Bei den heftigen Unwettern vor gut einer Woche waren ebenfalls mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Orte wurden überflutet. Die Versicherer schätzen den Schaden auf 285 Millionen Euro, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete.

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