Flächendeckende PV-Anlagen soll es in Ebhausen nicht geben. Windräder sollen dort ebenfalls nicht stehen. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Der Gemeinderat hat die Ausweisung von Photovoltaik-Flächen in Ebhausen einstimmig abgelehnt. Einer der Räte wollte wissen: Was kann bei einer Ablehnung der Flächen passieren?

Flächendeckende Photovoltaikanlagen (PV) sollen weiterhin nicht nach Ebhausen kommen. Die Flächen, die als Vorranggebiete im Solarenergieplan stehen, wurden vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt.

 

Im Solarenergieplan sind Flächen in Ebershardt und oberhalb des Friedhofs sowie im Baugebiet Hinter der Kirche III vorgesehen. Eine dritte Fläche auf dem Stuhlberg wurde bereits herausgenommen. Gemeinderat Jochen Hammann meinte dazu: „Das ruft absolutes Kopfschütteln in mir vor“.

Ausblick von Hohennagold auf PV-Anlage

Er begründet: „Das ist unterhalb vom Sportplatz bei uns, da verläuft ja auch die Augenblick-Runde“. Er verstehe, dass Flächen ausgewiesen werden, aber dann doch nicht eine Fläche, die man im ganzen Nagoldtal sehe. Von der Burg HOhennagold aus hätte man dann einen guten Blick auf die Flächen-PV-Anlagen. „Da schwillt mir der Kamm“, sagte er abschließend.

Und wenn die Gemeinde PV-Flächen verweigert: „Was kann uns da passieren?“ möchte Gemeinderat Hans Barucha wissen. „Nichts“, antwortet der Schultes schlicht.

Gemeinderat Rainer Ungericht erklärte, dass ja auch nicht besonders viele Stellen möglich seien, wenn Abstände eingehalten werden sollen. Er sieht Parkplatzüberdachungen als Option für Flächen-PV, jedoch nicht landwirtschaftliche Flächen.

Gemeinderätin Elena Beuerle wollte wissen: „Was, wenn man unsere Entscheidung nicht respektiert?“ Bürgermeister Volker Schuler konnte in dieser Hinsicht beruhigen. Bei der Ausweisung von PV-Flächen werde die Gemeinde gefragt, anders als bei der Ausweisung von Flächen für Windkraft.

Von Plänen für Windkraft ist Ebhausen hingegen nicht betroffen, so dass die Stadt hier auch keine Stellungnahme abgeben muss.