Südbadenliga-Aufsteiger SG Scutro um Trainer Axel Schmidt (rechts) droht der Abstieg in die Landesliga. Foto: Wendling

Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Wenige Spieltage vor dem Ende der Handballsaison geht der Blick in die oberen Ligen. Denn die Tabellenkonstellation dort hat Einfluss auf die Abstiegsplätze in den unteren Klassen. Dieses Jahr ist die Lage besonders knifflig.

Wenn der ein oder andere Mannschaftsverantwortliche derzeit auf die Tabelle schaut, dann geht dürfte das Rechnen losgehen. Wie viel Punkte brauchen wir noch zum Klassenerhalt? Wie viele Teams steigen überhaupt ab? Diese und weitere Fragen stellen sich den Handballern der Region. Zumindest letztere versucht der Verband in seinem traditionellen WWW – „Was wäre, wenn die Saison jetzt zu Ende wäre“ – zu beantworten. Dies werden einige Vereine mit Schrecken zur Kenntnis nehmen.

Dritte Liga Männer

Der Abstieg der SG Köndringen-Teningen ist längst besiegelt. Und nun sieht es danach aus, als würde auch der TV Willstätt dem Lokalrivalen in die Oberliga folgen. „Wir müssen ehrlich sein: Den Relegationsplatz zu erreichen, wird eine Herkulesaufgabe. Wir müssen gegen Pfullingen gewinnen und hoffen, dass Oftersheim verliert“, sagt der der sportliche Leiter Marius Oßwald.

Oberliga Männer

Der TuS Altenheim ist um eine Erfahrung reicher, wird jedoch nach einem Jahr Oberliga wieder absteigen. Da aus Südbaden auch der TuS Steißlingen und vermutlich die HSG Konstanz II absteigen, kommen drei Absteiger in die Südbadenliga.

Südbadenliga Männer

In der höchsten Spielklasse des Verbands ist die Lage im Tabellenkeller prekär. Denn sollten tatsächlich drei südbadische Vereine aus der Oberliga absteigen, würden in der Südbadenliga definitiv vier Teams den Gang in die Landesliga antreten müssen. Schlusslicht St. Georgen/Schwarzwald ist abgeschlagen, davor sind zahlreiche Teams der Region akut abstiegsgefährdet – unter anderem Aufsteiger SG Scutro und der HGW Hofweier. Beide befinden sich derzeit auf einem der vier Abstiegsplätze, auch der TV Herbolzheim ist noch nicht gerettet. Außerdem brisant in der Südbadenliga: Derzeit sieht es danach aus, als müsste der Fünftletzte in eine Abstiegsrelegation gegen einen der Tabellenzweiten aus der Landesliga antreten. In der Südbadenliga steht derzeit die SG Ohlsbach/Elgersweier auf diesem mutmaßlichen Relegationsplatz.

Landesliga Männer

Vier bis fünf Absteiger aus der Südbadenliga, dazu Aufsteiger aus den Bezirksklassen – auch in der Landesliga ist daher die Anzahl der Absteiger außergewöhnlich hoch. Pro Staffel geht der Verband in seiner aktuellen Liste von vier Teams aus, die in die jeweilige Bezirksklasse müssen. Komplett sicher ist der TuS Nonnenweier in der Nordstaffel daher noch nicht, derzeit hat man vier Punkte Vorsprung vor dem Viertletzten Gaggenau. Im direkten Duell am vorletzten Spieltag könnte hier spätestens die Entscheidung fallen. In der Südstaffel dagegen darf sich der TuS Ringsheim Hoffnung auf die Aufstiegsrelegation machen. Derzeit liefert man sich einen Zweikampf mit der HSG Dreiland. Der Süd-Relegationsteilnehmer würde dann gegen den Zweiten der Nord-Staffel spielen, der Gewinner bekäme es mit dem Fünftletzten der Südbadenliga zu tun.

Landesliga Frauen

Platz zwei dürfte dem TV Friesenheim wohl nicht mehr zu nehmen sein, zu groß scheint der Vorsprung. Sollte es am Ende dabei bleiben, dürfte der TVF in der Relegation um den Aufstieg in die Südbadenliga mitspielen. Möglicher erster Gegner: Die SG Maulburg/Steinen aus der Süd-Staffel. Am anderen Ende der Tabelle winkte auch dem TuS Altenheim als derzeitiger Zehnter die Relegation, um den Platz in der Landesliga zu verteidigen. Drei Spiele bleiben dem Ried-Verein jedoch noch, um das rettende Ufer zu erreichen. In weitere Ferne ist das für die HSG Meißenheim/Nonnenweier, deren Abstieg so gut wie besiegelt ist.