Rot-Weiß Ebingen behielt am Wochenende gegen Jadran Balingen die Oberhand und gehört zu den sechs Absteigern aus der Bezirksliga. Foto: Kara

Drei Spieltage sind in den Kreisligen A des Bezirks Zollern gespielt. Zeit genug ein erstes, kleines Fazit mit den zahlreichen Absteigern aus der Bezirksliga zu ziehen. Überwiegend läuft es gut, was auch die Trainer im Gespräch mit unserer Redaktion unterstreichen.

Die Spielzeit 2022/23 war eine absolute Ausnahmesaison in der Bezirksliga Zollern. Durch die Niederlage von Rot-Weiß Ebingen in der Relegation stiegen am Ende sechs von 15 Teams ab – das sind 40 Prozent. Wir blicken auf den Saisonstart der Absteiger in der Kreisliga A.

 

Dilger sehr zufrieden

Perfekt aus den Startlöchern kam die SGM Heinstetten/Hartheim/Unterdigisheim in der Kreisliga A1. Nach drei Spielen steht die Mannschaft von Frank Dilger bei neun Punkten und 11:4 Toren. Der Coach sagt: „Wir sind natürlich sehr zufrieden. Uns war bewusst, dass wenn jeder einzelne Spieler alles in die Waagschale wirft und wir geschlossen als Mannschaft auftreten, in dieser Saison gute Ergebnisse möglich sind.“ Dabei musste die Mannschaft den Verlust einiger Leistungsträger kompensieren: „Mit diesem Start war nicht unbedingt zu rechnen. Momentan macht es die Mannschaft aber hervorragend und die drei Siege waren verdient.“

Ebingen startet ordentlich

Ebenfalls ordentlich läuft es bei Rot-Weiß Ebingen. Trainer Polichronis Sidiropoulos sagt zwar, dass es zu früh für wirkliche Erkenntnisse sei, lobt aber die Leistung der vergangenen zwei Spiele. „Das erste Spiel haben wir vermutlich zu leicht genommen und zum Glück auch die Quittung bekommen. Daraus haben wir unsere Lehren gezogen. Wir dürfen uns nicht zu schade sein, in gewisser Weise auch anzupassen und kompromisslos zu agieren. Mancher Gegner ist gegen uns sicher etwas motivierter.“

Einen klassischen Fehlstart erlebte die SGM Obernheim/Nusplingen II. Alle drei Spiele wurden knapp verloren – dabei zwei Mal sogar eine Führung verspielt. Grund zur Panik gäbe es laut Trainer Dominik Klemm aber nicht. „Aufgrund des großen Umbruchs im Kader wollen wir erstmal in der Liga ankommen. Positiv stimmt uns, das wir bei allen Spielen genügend Chancen hatten um zu gewinnen.“

Hechingen steht stabil

In der Kreisliga A2 spielt die neue Spielgemeinschaft Stetten-Salmendingen/Melchingen/Hörschwag. Nach drei Begegnungen wurden immerhin schon sechs Punkte gesammelt und zwölf Tore erzielt. An der Spitze stehen mit Gruol/Erlaheim und Hechingen ebenfalls zwei Absteiger. Der FCH mit Neu-Coach Lukas Bummer steht bei neun Punkten und 14:1 Toren. Entsprechend zufrieden ist Bummer. Er sagt: „Ob damit zu rechnen war, müssen andere beurteilen. Wir hatten schon ein recht schwieriges Programm und sind daher gut angekommen. Das stärkt natürlich unser Selbstvertrauen. Für die kurze Zeit greifen schon viele Rädchen ineinander.“ Bummer lobt bisher vor allen Dingen die defensive Stabilität seiner Mannschaft.

Lukas Bummer und der FC Hechingen sind gut in die Saison gestartet. Foto: Kara

Ebenfalls nur ein Gegentor und sogar schon 19 eigene Treffer hat die SGM Gruol/Erlaheim. Trotz des Abstiegs kamen acht neue Spieler dazu, Dotternhausen-Rückkehrer Fabio Müller traf am Wochenende beispielsweise gleich fünf Mal. „Solche Neuzugänge bekommt man normal eher nach einem Aufstieg. Das ist natürlich sensationell für uns. Ich habe schon erwartet das wir gut starten, aber gegen Burladingen kommt nun ein anderer Gradmesser. Die Stimmung in der Mannschaft ist super.“ Einziger Wermutstropfen sei die Kreuzbandverletzung von Kevin Bosch.

Aufeinandertreffen am letzten Spieltag

Wie es der Spielplan so will, treffen beide Teams am letzten Spieltag aufeinander. Beide Trainer betonen zwar, dass noch viele Spiele zu absolvieren sind, haben dies aber im Kopf. Gihr meint: „Das könnte ein schöner Show-down werden.“ Und auch Bummer sagt: „Das ist womöglich eine besondere Konstellation.“