In Göllsdorf waren an Dreikönig die Abstauber unterwegs.
Mit launigen Worten und einer ordentlichen Prise Stadtkritik hat der Göllsdorfer Oberabstauber Uwe Meier seine Mannen in Frack und Zylinder am Dreikönigstag ausgesendet. Die Truppe hat zudem mit Lukas Munz wieder einen Abstauber-Azubi in ihren Reihen.
„Jetzt Griass Gott, ihr liabe Leut, ihr glaubet it, wa i han für a Freid“, begrüßte Meier die zahlreichen Gäste, die sich an Dreikönig zur Aussendung der Abstauber in der „Sonne“ eingefunden hatten. Auch der Musikverein war mit von der Partie und spielte den Rottweiler Narrenmarsch.
Ein Azubi am Start
Der Oberabstauber freute sich, mit Abstauber-Azubi Lukas Munz, seine Abstaubertruppe wieder vergrößern zu können und wünschte dem Neuling für die Aufgabe gutes Gelingen. „Schaff sauber und redlich, das d’Leit sind zufrieda, dann wirsch au du dich in deinen neuen Job verlieba“, gab er ihm mit auf den Weg, bevor er den Blick in Richtung Göllsdorfer Rathaus richtete, denn im vergangenen Jahr hatte sich hier vieles getan.
„De Hilsa Reiner hat sich als Schultes probiert“, sagte er und lobte das Engagement. So ein Job sei gar nicht so einfach, da man es ja ohnehin niemandem recht machen könne. Dauerbrenner im Ortschaftsrat sei die Verbindungsstraße zwischen der Ortsdurchfahrt und der Bundesstraße. „Ich kann do nur an die Obrigkeit appeliera, nemmad Geld in d’Hand und donnt euch it scheniera. Baued endlich dia Stroß gscheit, wie es sich ghört. Damit dia Diskutierarei dort oba endlich uffhört“, so Meier, der aber auch weitere Kritik für die Obrigkeit parat hatte, besonders zu den Kosten für die Landesgartenschau. „Dia Gartaschau wird jo bezuschusst vom Land, 50% wird von BW übernomma, des ischt jo bekannt. Aber dia andre 50 Teile, miassed mir bringa, bald kennad mir einen Schuldenberg erklimma“, kritisierte er.
Desweiteren hatte er die Parkgebühren im Visier und äußerte die Befürchtung, dass man auch bald in Zepfenhan und anderen Ortsteilen Parkgebühren bezahlen müsse, wenn das so weitergehe.
Und zum Abschluss wusste der Oberabstauber noch das eine oder andere Narrenstückle zu berichten, etwa vom neuen Ordnungsamtschef Pascal Schneider, dem in der Eile der Blitzeranhänger selbst zum Verhängnis wurde.
Im Anschluss wurden die Abstauber mit launigen und ermahnenden Worten in die Göllsdorfer Narrenhäuser entsendet.