Gildemeister Manuel Schneider (rechts) und seine Stellvertreter Gabriel Munz (von links) und Gabriel Keller gratulieren den neu in die Gilde aufgenommenen Hästrägern. Foto: Herzog

Bei der Gildeversammlung der Narrenzunft Waldmössingen am Dreikönigsabend in der Kastellhalle standen neben dem Abstauben des Hansel hochgradige Ehrungen im Mittelpunkt.

Nur zwei Jahre nach seiner Amtsübergabe an Manuel Schneider ist Ex-Gildemeister Michael Roth wieder mit einem Titel dekoriert. Mit stehenden Ovationen und „Einmalig“-Sprechchören wurde er für 37 Jahre Mitglied im Gildeausschuss, davon 26 Jahre als Gildechef, zum Ehrengildemeister ernannt. In seiner bescheidenen Art sagte Roth: „Das hätte nicht sein müssen. So eine hohe Person bin ich nicht“. Dem Gildeausschuss müsse er ein großes Lob über dessen Aktivität zollen. Sein Nachfolger sei ein gescheiter Kerl.

 

Vor der Ehrung von Roth wurde traditionell der Hansel in der aus dem Verlies hergetragenen Kiste von Elferrat Jannik Dilger abgestaubt und das Gschell auf Klangtauglichkeit überprüft.

Die Elferräte Jannik Dilger (links) und Stefan Wolber stauben den Hansel ab. Foto: Herzog

Der assistierende Elfer-Kollege Stefan Wolber versprach eine nun beginnende sechswöchige Fasnet mit viel Spaß, bei der ordentlich Gas gegeben werde. Besonders lag Wolber der Zunftball am Herzen, dessen Programm Überraschungen bereithalte. „Da machet sich manche rar und gehen über die Fasnet ins Wellness oder bada. Solche gehören für mich scho fast zu da Psychopata“, reimte der Elfer warnend.

Spannend wie immer gestaltete sich die Vorstellung von zwei neuen Hansel, fünf Schantle und sechs Jockele, wodurch der aktuelle Kleidlestand auf 464 anwuchs. Im Vorfeld hatte Schneider einen Steckbrief mit Fragen an die neuen Hästräger verschickt, deren Antworten auf einer großen Leinwand für manches Schmunzeln sorgte.

Gildemeister Manuel Schneider (links) und seine Stellvertreter Gabriel Munz (Vierter von rechts) und Gabriel Keller (Sechster von rechts) zeichnen fleißige Springer aus und ernennen Michael Roth (Vierter von links) zum Ehren-Gildemeister. Foto: Herzog

Rekord an Narren-Sprüngen

Beim kurzen Rückblick auf die vergangene Fasnet stellte der Gildemeister einen Rekord mit 1193 aufgetretenen Narren-Sprüngen fest. Dies waren 283 Sprünge mehr als in 2024. Die meisten Einsätze verzeichneten Simon Munz und Manuel Schneider, die jeweils ein Dutzend Mal bei einer Veranstaltung im Häs sprangen. Erhöht auf knapp 9000 Euro hat sich das Minus der Kosten für Auswurfmaterial und Busfahrten. Diese Mehrkosten könne die Zunft nur stemmen, wenn eigene Veranstaltungen gut besucht seien, forderte Schneider zur Teilnahme auf. Acht Hästräger wurden für über 44 Sprünge mit Bronze und fünf für über 66 Sprünge mit Silber geehrt. Zu Gold sprangen Annika Munz und Ute Weber, die jeweils 102 Einsätze hinter sich haben. Paul Munz, Manfred Hess, Pia Maurer, Bärbel Hauser, Anette Jauch und Peter Langenbacher wurden für die erreichte Sprungzahl von 167 bis 174 mit einer Narrenfigur in Miniatur ausgezeichnet. In den Gildeausschuss für eine Amtszeit von vier Jahren wurden Janine Knöpfle, Lena Burkhard, Simon Schmid, Florian Schneiderhan und Manuel Häring gewählt. Verabschiedet wurden Larissa Goerz (3 Jahre), Sven Murer (acht Jahre), Gabriele Hangst und Diana Uberig (je 18 Jahr). Bei der Terminvorschau wies der Gildemeister vor allem auf die Partynacht zur Fasnetseröffnung am 16. Januar und den Zunftball am 7. Februar, jeweils in der Kastellhalle, hin.