Unsere Leserin Meta Proß fragt sich, warum eine Problembärin in einen Park umgesiedelt wird, der friedliche Hornisgrinde-Wolf aber abgeschossen werden soll.
So, nun soll also der Wolf auf der Hornisgrinde abgeschossen – Behördendeutsch: „entnommen“ – werden, nur weil er angeblich gefährlich ist. Bis dato wurde noch niemand durch ihn bedroht oder verletzt. Nur weil er sich wohl ein paar abenteuerlustigen beziehungsweise actionsuchenden Personen gezeigt hat und eventuell auch in deren Richtung unterwegs war.
Warum wohl? Wenn man den Bildern der Medien, die sich ausgiebig an diesem Thema austoben, glauben darf, dann sieht man Menschen, meistens mit Hunden unterwegs, wohl zum Teil mit läufigen Hündinnen. Es ist nun mal bekannt, dass dies auch von einem Wolf nicht unbeachtet bleibt und er dieser Spur folgt. Er folgt nicht den Menschen, sondern seinem Instinkt.
Ach, wie war die Freude groß, als man die ersten Wolfs- und Luchsspuren entdeckt hat. Ein Hype sondersgleichen, vor allem in den Medien, und nun, nachdem nicht alles so läuft, wie es erwünscht ist, muss man eingreifen, damit unter anderem die Übernachtungscamps im Nationalpark erhalten werden können. Welcher Zynismus.
Es ist schon zu hinterfragen, warum eine Problembärin, die Menschen angefallen und getötet hat, aus dem Ausland hierher verfrachtet und mit viel Geld unterstützt wird und bei uns ihre Gnadenfrist erhält, und dieser bis dato friedliche Wolf nicht umgesiedelt werden kann, eventuell in denselben Park. Das erschließt sich mir nicht.
Nachdem der Wolf, was ich nicht hoffe, „entnommen“ ist, wird das nächste Kuriosum in Angriff genommen. An der Alexanderschanze, sollen ebenfalls Tiere angesiedelt werden, die angeblich mal in unseren Breiten vorgekommen sind, mit welchen Folgen? Sollte es, was nicht erhofft wird, durch den Klimawandel durch Starkwetterereignisse dazu kommen, dass die Umzäunung defekt ist und diese Großtiere sich an der Schwarzwaldhochstraße austoben, was passiert dann?
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