Mit den Jahresrechnungen hinkt die Stadt wegen der Umstellung der Haushaltsführung hinterher. Foto: magele-picture - stock.adobe.com

Den Jahresabschluss des Kernhaushalts für 2023 hat die Stadtverwaltung dem Furtwanger Gemeinderat wegen der Umstellung der Haushaltsführung erst jetzt vorgelegt.

Nachdem in der Sitzung des Furtwanger Gemeinderates die Beratungen über den geplanten Naturkindergarten vertagt wurden, war die Sitzung relativ bald beendet. Es galt noch, den Jahresabschluss des Kernhaushalts der Stadt 2023 zu beschließen.

 

Das notwendige Zahlenwerk war nun endlich erstellt, Änderungen konnten sich natürlich keine mehr ergeben. So gab es keine weitere Beratung, lediglich Nachfragen zu einzelnen Positionen. Gleichzeitig forderten die Gemeinderäte, dass möglichst zeitnah auch der Haushalt 2024 zum Beschluss vorgelegt werden soll.

Kämmerer Marcel Dold ist überzeugt, dass auch dieser Abschluss bald vorgelegt werden kann. Dann gibt es allerdings bis zum Abschluss des Haushalts 2025 noch eine gewisse Lücke. Denn der nächste Haushalt muss mit einem neuen Computer-Programm bearbeitet werden. Dabei muss für den Abschluss immer das gleiche Programm verwendet werden wie im Haushaltsjahr.

Das neue Programm ist also bereits seit dem vergangenen Jahr im Einsatz, der Abschluss 2025 wäre dann aber der erste Gesamtabschluss. Doch erste Übertragungen haben gut funktioniert und kleinere Schwierigkeiten konnten beseitigt werden. So ist Dold zuversichtlich, dass auch der große Brocken des Gesamthaushalts gut abgewickelt und der Haushalt 2025 zur Beschlussfassung baldmöglichst vorgelegt werden kann.

Neuer Rechen für die Kläranlage

Schließlich ging es um die Anschaffung eines Ersatzteils für die Kläranlage: Hier sollte dringend ein „Harkenumlaufrechen“ ersetzt werden. Dies ist eine mechanische Vorrichtung, die Feststoffe aus dem Abwasser entfernt. Das Gerät ist der erste Schritt für die grobe Reinigung des in der Kläranlage ankommenden Abwassers. Verschiedene Bestandteile im Abwasser, gerade auch Steine und Sand, belasten das Bauteil stark. Die vorhandene Rechenanlage ist 25 Jahre alt und weist erhebliche Abnutzungserscheinungen am Edelstahl auf. Es wurden massive Schäden festgestellt und teure Reparaturen erledigt. Inzwischen sind für dieses Gerät keinerlei Ersatzteile mehr erhältlich. Bei Beschädigung wäre eine teure Einzelanfertigung erforderlich.

Die Kosten für den neuen Rechen betragen 58.240 Euro. Anschließend muss er in die Gesamtsteuerung der Anlage eingebunden werden, was voraussichtlich noch einmal etwa 15.000 Euro kosten wird.Der Gemeinderat beschloss die Beschaffung des Rechens wie von der Verwaltung vorgelegt.