Paco de Lucia ist tot. Foto: dpa

Die Stuttgarter Region begeisterte Paco de Lucia, der spanische Großmeister der Flamenco-Gitarre, im vergangenen Sommer mit einem Konzert im ausverkauften Ludwigsburger Forum. Jetzt ist er mit 66 Jahren einem Herzinfarkt erlegen.

Die Stuttgarter Region begeisterte Paco de Lucia, der spanische Großmeister der Flamenco-Gitarre, im vergangenen Sommer mit einem Konzert im ausverkauften Ludwigsburger Forum. Jetzt ist er mit 66 Jahren einem Herzinfarkt erlegen.

 

Stuttgart – Paco de Lucia, Großmeister der Flamenco-Gitarre, ist am Dienstag beim Spiel mit seinen Kindern am Strand von Cancún in Mexiko einem Herzinfarkt erlegen. Sein Tod berührt gerade auch in der Region Stuttgart. Im vergangenen Sommer erst begeisterte der am 21. Dezember 1947 geborene Sohn einer Musikerfamilie aus Algeciras im ausverkauften Forum Ludwigsburg. Stürmischer Applaus brandete auf, wenn der Prinz-von-Asturien-Preisträger bei Songs aus dem 25. Soloalbum mit seinen charakteristischen Tremoli, rasanten Tonleiterfolgen und glasklarem Spiel auftrumpfte.

Paco de Lucia (bürgerlich: Francisco Sánchez Gómez) schaffte den internationalen Durchbruch im Jahre 1973 mit dem Hit „Entre dos Aguas“. Lange Jahre musizierte er mit dem Flamenco-Sänger Camarón de la Isla. Legendär wurde das 1981 veröffentlichte Album „Friday Night in San Francisco“ – aufgenommen bei einem Konzert mit John McLaughlin und Al Di Meola in San Francisco. Das Konzert des Trios wirkte revolutionierend auf das Spiel der nächsten Gitarrengenerationen.

„En Vivo – Auf das Leben“ heißt der Titel der letzten CD von Paco de Lucia. Mit eben jenen Songs, die das Publikum 2013 im Ludwigsburger Forum zu wiederholten „Paco, Paco“-Rufen herausforderten.