Keine leichte Kiste: Carmen Merz verabschiedet Georg Kunz. Foto: Weisser

Fast 30 Jahre war Georg Kunz bei der Gemeinde Zimmern beschäftigt – die letzten sechs Jahre als Bauamtsleiter. Zum 1. April verlässt er die Zimmerner Verwaltung.

Mit dessen Ausscheiden, so Bürgermeisterin Carmen Merz, verliere die Gemeinde „Erfahrung, Ortskenntnis und praktische Kompetenz“. Kunz kenne gefühlt jedes Gebäude, jede Straße und jeden Stein.

 

Am Ende der öffentlichen Gemeinderatssitzung hat die Rathauschefin den Bauamtsleiter unter kräftigem Beifall der Ratsmitglieder mit Dankesworten und einem Geschenk verabschiedet. Die Ratsrunde erhob sich dabei von den Plätzen. Für Kunz sei es die letzte Sitzung, sagte die Bürgermeisterin. Im März nehme dieser noch seinen Resturlaub.

Handwerklich begabter Praktiker

Angefangen hatte der Maurermeister und Bautechniker im Herbst 1996 als Bauhofleiter. Bürgermeister war damals Emil Maser. Im September 2011 übernahm Kunz als Nachfolger von Franz Höchster zusätzlich die Funktion des Ortsbaumeisters. Für den handwerklich begabten Praktiker hieß es fortan, den Platz draußen auf der Baustelle vermehrt mit dem Bürostuhl zu tauschen.

Stets Verantwortung übernommen

Im Jahr 2019 ging der damalige Bauamtsleiter Otto Haller in den Ruhestand. Für Kunz folgte der nächste berufliche Schritt: Er wurde Leiter des Bauamts. Zusammen mit Gitta Unterreiner führte er die Bauabteilung sechs Jahre.

Georg Kunz habe in den fast drei Jahrzehnten bei der Gemeinde stets Verantwortung übernommen und Strukturen geprägt, lobte Merz. Für ihn sei nicht das Papier, sondern die Umsetzung im Vordergrund gestanden. Die Bürgermeisterin zählte eine lange Liste größerer Hochbau- und Tiefbauprojekte auf, die in der Ära Kunz realisiert wurden. „Ohne deinen Einsatz wären zahlreiche Maßnahmen nicht in dieser Geschwindigkeit geplant und umgesetzt worden“, betonte die Bürgermeisterin. Für den neuen beruflichen Weg wünschte sie ihm alles Gute und viel Erfolg. Der ausscheidende Bauamtsleiter habe sich, so verriet Merz, für den Schritt in die Selbständigkeit entschieden.

Viele Begegnungen

Von einer „sehr interessanten Zeit“ sprach Kunz, der kurz das Wort ergriff. Die Abschiedsworte fielen ihm sichtlich nicht leicht. Was er in Zimmern gleich gelernt habe: „Sparen und nochmals Sparen.“ Trotz der Sparzwänge habe er jedoch viel bewirken und kreative Ideen umsetzen können. Er erinnere sich gerne an die vielen Begegnungen mit den Bürgern im Kernort und im Eschachtal.